Sport : Sportnachrichten: Berliner Sport

Mehr Pfeffer bei TeBe

"Ich habe sehr gelitten. Da sitzt man oben auf der Tribüne und hat keine Möglichkeit, etwas gegen diese ganzen Niederlagen zu tun", sagt Willi Kronhardt. Sechs Wochen war der Kapitän des Fußball-Regionalligisten Tennis Borussia nach einer Roten Karte für ein - wie er meint - "lapidares Foul" gesperrt. Heute (14 Uhr, Mommsenstadion) gegen den SV Wilhelmshaven kann Kronhardt die in Abstiegsnot geratene TeBe-Elf wieder aktiv unterstützen. Dafür muss Trainer Robert Jaspert allerdings neben Kozak, Jaekel, Jesse und Wohlgemuth auch Nils Noltemeier ersetzen. Noltemeier zog sich beim Pokalspiel gegen Alemania/Wacker (2:0) einen Kreuzbandriss zu. Für Mittelfeldspieler Elvis Jelmazi hat sich durch den Trainerwechsel das Klima bei der Arbeit verändert, "da ist jetzt mehr Pfeffer drin".

Ein Stürmer aus Casablanca

Stürmersuche - und kein Ende? Fußball-Regionalligist 1. FC Union, heute (14 Uhr, Alte Försterei) gegen den SC Verl gefordert, scheint endlich eine geeignete Offensivkraft gefunden zu haben. In einem zweiwöchigen Probetraining konnte der Marokkaner Mohamed Lakhouil (24) von VAC Casablanca Union-Trainer Georgi Wassiliew überzeugen. "Der handelt schnell, ist körperlich ziemlich kräftig", lobt auch Union-Manager Oskar Kosche. Lakhouil wäre damit die passende Ergänzung zu den dribbelstarken Stürmern Djurkovic und Isa. "Nur", so lautet Kosches letzter Einwand vor einer Verpflichtung, "die Ablöse muss stimmen."

Drei Verletzte

Ohne die verletzten Enrico Hinzer, Markus Aerdken und Aurel Panait will Fußball-Oberligist BFC Dynamo heute gegen den Greifwalder SC (13.30 Uhr, Sportforum) die Tabellenführung in der Fußball-Oberliga verteidigen. Stürmer Danut Oprea steht nach seiner Sperre wieder zur Verfügung.

Capitals planen Beschwerde

Die Berlin Capitals wollen in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) Beschwerde gegen das Urteil des Disziplinarausschusses einlegen, nach dem Stürmer Thomas Sjögren für zehn Spiele gesperrt ist. Das Urteil sei unverhältnismäßig, kritisiert der Klub. Der Schwede hatte beim 3:1-Sieg über Meister München Barons am 14. November einen Gegenspieler mit dem Schläger attackiert. Vorige Saison hatte ein Einspruch der Berliner Erfolg. Die Sperre von acht Spielen gegen Verteidiger Stillman wurde auf vier Spiele zur Bewährung ausgesetzt.

Drei Schläger sind zu wenig

Der jähzornige Goran Ivanisevic hat ein neues Kapitel in der Geschichte des Profi-Tennis geschrieben. "Spiel, Satz und Sieg, wegen fehlender Ausrüstung", hatte am Mittwochabend Schiedsrichter Kim Craven verkündet, nachdem der 29-jährige Kroate beim ATP-Hallenturnier von Brighton in der zweiten Runde gegen den Südkoreaner Hyung-Taik Lee aufgeben musste. Der Grund: Ivanisevic hatte keinen Schläger mehr, nachdem er voller Wut drei jeweils rund 600 Mark teure Spielgeräte zertrümmert hatte. "Normalerweise reise ich mit zehn Schlägern zu einem Turnier, aber diesmal hatte ich nur drei dabei", sagte Ivanisevic. Den Vorschlag von ATP-Supervisor Gerry Armstrong, das Match mit Schlägern seines Doppelpartners Ivan Ljubic fortzusetzen, lehnte Ivanisevic ab - "aus technischen und kommerziellen Gründen". Er verwendet Schläger der Firma Head, Ljubic die von Slazenger.

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