Sport : Stabilität gesucht

Wolfsburgs Coach Magath vertröstet auf die Zukunft

Wolfsburg - Auch Felix Magath ist kein Wunderheiler. Der neue Trainer und Sportdirektor des Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg konnte bei seinem Einstand noch nicht nachweisen, welche Bedeutung er für den VfL hat. „Es wird noch dauern, bis wir eine gewisse Stabilität gefunden haben. Heute waren wir hypernervös und nicht in der Lage, die Situation mit den vielen neuen Spielern zu meistern“, sagte der 54-Jährige nach dem enttäuschenden 1:3 (0:1) gegen Arminia Bielefeld - und redet schon von einer weiteren Verstärkung.

Der tschechische U-20-Vizeweltmeister Jan Simunek soll zum VfL Wolfsburg wechseln. Das bestätigte Magath am Sonntag. „Ich bin sicher, dass wir in der nächsten Woche noch einen Spieler holen werden, der die Abwehr stabilisiert. Das wird wahrscheinlich Jan Simunek von Sparta Prag sein“, sagte er.

Der Innenverteidiger Simunek, der fünf Millionen Euro kosten soll, ist mehrfach beobachtet worden. „Er gilt als derzeit größtes Talent in Tschechien“, sagte Magath. Der 20-jährige Simunek hat Tschechiens U-20-Nationalteam, das bei der WM in Kanada auf Rang zwei landete, als Kapitän angeführt.

Äußerlich wirkte Magath nach dem 1:3 gefasst, doch in ihm dürfte es gebrodelt haben. Er hatte zwar sechs neue Spieler aufgeboten, doch es nützte nichts. Die rund 20 000 Zuschauer wurden enttäuscht. „Wir haben nicht ins Spiel gefunden. Daran müssen wir arbeiten“, sagte Marcelinho. Der Mittelfeld-Regisseur und Kapitän, von Magath als zweite Spitze nominiert, konnte seiner Elf nicht die gewohnten Impulse vermitteln.

Das wollte der Trainer freilich nicht als Ursache für den verpatzten Saisonstart gelten lassen. „Marcelinho hat auf dieser Position schon viele sehr gute Spiele gemacht. Die ist ihm auf den Leib geschnitten“, sagte Magath. Defizite machte er im vernachlässigten Flügelspiel und im mangelhaften Defensivverhalten der Innenverteidigung aus, in der der verletzte Ricardo Costa (Kreuzbandriss) schmerzlich vermisst wurde. Uwe Möhrle war zusammen mit dem gesetzten Alexander Madlung kein adäquater Ersatz. Beide waren bei den Gegentoren von Artur Wichniarek, Christian Eigler und Oliver Kirch nicht im Bilde. „Nächste Woche wird das schon wesentlich besser aussehen“, versprach Magath. Der Samstag stellte ihn jedenfalls nicht mehr groß zufrieden. Sergiu Radu traf zwar noch – doch das war ein Treffer für die Statistik. Tsp/dpa

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