Stadioneröffnung : Hertha will bei Union Ernst machen

20.000 Fans kommen zur Einweihung des neuen Stadions An der Alten Försterei. Hertha BSC kommt das Spiel gegen Union sehr gelegen.

Michael Rosentritt
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Alle mal lachen! Vorm Derby wurde das Team-Foto gemacht.Foto: dpa

Berlin - Patrick Ebert schaute gestern mal wieder bei Hertha vorbei. Während die Mitspieler sich auf dem Trainingsplatz mühten, unterbrach der Mittelfeldprofi seinen Urlaub. Da Ebert mit der deutschen U 21 in Schweden bei der EM aktiv war, die dort auch den Titel gewann, hat sich sein Urlaub nach hinten verschoben. Der 22-Jährige wird erst am 17. Juli das Training wieder aufnehmen. Dann wird Hertha sich schon im Trainingslager in Österreich aufhalten. Ebert wird dem Team dorthin hinterherfliegen.

Der RBB überträgt das Spiel ab 20.30 Uhr live im Fernsehen

Amine Chermiti schaute gestern ebenfalls vorbei. Auch der 21-Jährige hat eigentlich noch bis Donnerstag Urlaub, doch der Tunesier hielt es nicht mehr aus. „Es ist gut, dass er früher mit der Arbeit anfängt“, sagte Trainer Lucien Favre, der Chermiti herzlich begrüßte und ihn sofort in die Höhenkammer schickte. „Was soll er zu Hause rumsitzen? Hier kann er an sich arbeiten.“ Favre ist begeistert vom Eifer, den der junge Stürmer an den Tag legt. Das laufintensive System, das Favre spielen lässt, benötigt fitte Spieler. Allerdings auch welche, die die Laufwege kennen. Am besten kann man diese Laufwege im Wettkampf verinnerlichen.

Die nächste Chance dazu bietet sich am Mittwoch, wenn Hertha BSC beim 1. FC Union anlässlich der Einweihung des neuen Stadions An der Alten Försterei aufläuft (20.30 Uhr, live im RBB). „Dieses Spiel kommt uns gelegen“, sagte Favre. Das 5:2 am vergangenen Samstag beim Achtligisten in Prenzlau sei nicht mehr als eine Trainingseinheit für den Bundesligisten gewesen, das Spiel beim Zweitligaaufsteiger in Köpenick habe dagegen einen ganz anderen Charakter. „20 000 Menschen werden kommen. Das ist fantastisch. Für uns ist das ein echter Test“, sagte Favre. 

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