Startschwierigkeiten : Konfus in die Saison

Magaths Wolfsburger kassieren eine 1:3-Heimpleite gegen Bielefeld - und das keineswegs unverdient.

Felix Magath
Gelassen: Wolfsburgs Trainer und Manager Felix Magath. -Foto: dpa

Wolfsburg - Seinen Einstand hatte sich Felix Magath anders vorgestellt. „Wir waren hypernervös und nicht in der Lage, die Situation mit den vielen neuen Spielern zu meistern. Arminia hat verdient gewonnen“, sagte der Trainer des VfL Wolfsburg nach der 1:3 (0:1)-Heimniederlage gegen Arminia Bielefeld. Vor 20 921 Zuschauern in der Volkswagen-Arena lieferte Magaths neuformiertes Team eine reichlich konfuse Vorstellung ab.

Ernst Middendorp dagegen war froh, „mit einem eingespielten Team auflaufen zu können. Das hat sich ausgezahlt“, sagte Bielefelds Trainer. „Die Tore fielen genau zum richtigen Zeitpunkt. Das war eine geschlossene Mannschaftsleistung.“

Magath dagegen hatte bereits nach nur knapp einer Minute die erste Schrecksekunde zu überstehen, als Jörg Böhme einen Freistoß aus Rechtsaußenposition gefährlich auf den linken Pfosten zog. Wolfsburgs Torhüter Simon Jentzsch konnte den Ball jedoch noch zur Ecke ablenken. In einem Spiel, das von zahlreichen Fehlern beider Teams geprägt war, blieb das bis in die Schlussphase der ersten Halbzeit hinein der einzige nennenswerte Höhepunkt.

Für den zweiten zeichneten – sehr zu Magaths Leidwesen – erneut die Gäste verantwortlich. Artur Wichniarek wurde von Böhme auf dem linken Flügel glänzend in Szene gesetzt, umspielte VfL-Verteidiger Uwe Möhrle und ließ Jentzsch mit einem platzierten Schuss ins untere rechte Toreck keine Chance. Von einer solchen Szene waren die Hausherren, die mit sechs Neuzugängen in die Partie gingen, vor dem Wechsel weit entfernt. Die neu formierte Innenverteidigung wirkte alles andere als sicher, vom Mittelfeld gingen kaum Impulse aus. Kapitän Marcelinho, den Magath in den Sturm beordert hatte, wirkte auf der Position neben Sergiu Radu fehl am Platze.

Kurz nach Wiederanpfiff traf Bielefeld erneut: Christian Eigler schoss von der Strafraumgrenze völlig unbedrängt zum zweiten Tor für die Ostwestfalen ein. Auch in dieser Szene sah die Innenverteidigung mit Nationalspieler Alexander Madlung und Costa-Ersatz Uwe Möhrle sehr schlecht aus. Danach brachte Magath in Millionen-Einkauf Edin Dzeko zwar endlich einen zweiten echten Stürmer. Mehr Gefahr für die Arminia bedeutete dies jedoch nicht. Oliver Kirch traf nach Eiglers Vorarbeit zur Entscheidung – Sergiu Radu erzielte immerhin noch ein Tor für Magaths Team. (mit dpa)

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