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Stuttgart - Gladbach 0:3 : Borussia lässt dem VfB keine Chance

Es ist das Wochenende der Borussias. Nach dem BVB gewinnen auch die Gladbacher souverän mit 3:0. Auch ein prominenter VfB-Neuzugang kann die Stuttgarter Niederlage nicht verhindern.

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Mike Hanke trifft zum 1:0 für die Borussia.
Mike Hanke trifft zum 1:0 für die Borussia.Foto: dpa

Max Eberl bemühte sich, zu betonen, man habe "hier in Stuttgart nicht locker gewonnen". Im Gegenteil, das 3:0 (1:0) sei ein "hartes Stück Arbeit gewesen". Ähnlich zurückhaltend äußerte sich Mike Hanke, der Torschütze des 1:0 (28.). "Souverän", meinte er, sei das heute nicht gewesen. Eberl und Hanke mögen Recht haben, was die letzte halbe Stunde der Partie in Stuttgart vor 53.600 Zuschauern anging. Trotzdem beeindruckte die Borussia als taktisch cleveres Team. Dazu bleibt die Mannschaft von Trainer Lucien Favre dem Führungstrio in der Fußball-Bundesliga dicht auf den Fersen. Nach dem zwölften Saisonerfolg rückten die Gladbacher (39 Zähler) wieder bis auf einen Punkt an Bayern München, Borussia Dortmund und Schalke 04 (alle 40) heran.

Hanke gelang die 1:0-Führung per Kopfball (31.). Marco Reus erhöhte auf 2:0 (81.) und Igor de Camargo (84.) schloss die Dienstreise zu den am Ende überforderten Stuttgartern mit dem 3:0 ab. Es war der erste Gladbacher Sieg seit 1994 in Stuttgart. Bei den Schwaben dagegen ist die Euphorie, die der Transfer von Vedad Ibisevic von 1899 Hoffenheim vergangene Woche ausgelöst hatte, vorerst verpufft. Nach nur einem Sieg in zehn Spielen muss der VfB den Blick nach unten richten. "Wir müssen schauen, dass wir nicht unten rein rutschen, und wir müssen wieder als Mannschaft auftreten", sagte Stuttgarts Torwart Sven Ulreich.

Nach der Verpflichtung von Ibisevic hatte Stuttgarts Trainer Bruno Labbadia auf ein 4-4-2-System mit zwei Stürmern umgestellt, was sich nicht auszahlte. Ibisevic kam nie zur Geltung. Zu wenig direkt fiel der Spielaufbau der Stuttgarter aus, während sich Gladbach auf Konter verlegte. Es zeigte sich bald ein Klassenunterschied in technischer und taktischer Hinsicht.  

Nach dem 3:1-Sieg zum Rückrundenstart über Bayern München vor einer Woche traten die Gladbacher kompakt und selbstbewusst auf. Stuttgart hatte seine Schwierigkeiten gegen die "beste Abwehr" der Liga, die in 19 Spielen nur zwölf Gegentreffer zugelassen hat. Zudem steckte die Favre-Elf die Wechselankündigung von Reus, der zur nächsten Saison nach Dortmund für rund 17 Millionen Euro geht, ohne Motivationsverlust weg.

Nach 28 Minuten kam Gladbach durch Juan Arango zur ersten Chance, die Sven Ulreich parierte. Es war die erste Chance des Spiels überhaupt, wobei die Borussia immer mehr Zugriff aufs Spiel bekam. Nach 31 Minuten nutzte Mike Hanke einen Freistoß von Reus zur 1:0-Führung, als ihn drei Stuttgarter nicht am Kopfball hindern konnten. In der 38. Minute bewahrte Sven Ulreich den VfB erneut gegen Arango vor einem größeren Rückstand.

Sechzig Sekunden später kam der VfB durch Tamas Hajnals Kopfball zur ersten Chance. Das Spiel der Gladbacher wirkte besser strukturiert, die Schwaben konnten kaum das nötige Tempo an den Tag legen, um Druck zu erzeugen. Nach der Pause musste der VfB das Spiel öffnen und riskierte mehr. Das wiederum spielte den Borussen in die Karten, die nun noch mehr Platz besaßen. "Die Mannschaft wollte das 2:0 und hat das nach der Pause sehr gut gemacht", sagte Favre. Die Borussia verpasste eine frühere Entscheidung. Patrick Herrmann scheiterte an Ulreich (66.), doch Reus und Arango sorgten in der Schlussphase für den deutlichen 3:0-Auswärtssieg.

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