Sport : Tabellenführer verliert beim Meister Eisbären unterliegen

4:5 in Mannheim

Jan Kotulla

Mannheim - Großen Grund zur Freude hatten sie beim Deutschen Meister Adler Mannheim in dieser Saison selten. Nach 20 Spieltagen in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) lag der Titelfavorit nämlich nur auf dem zehnten Platz. Als gestern Abend allerdings vor 10 656 Zuschauern in der SAP-Arena die Schlusssirene ertönte, da durften sich die Anhänger der Adler über einen Mut machenden Erfolg freuen: Ausgerechnet in Mannheim nämlich stolperte der Tabellenführer aus Berlin, die Eisbären verloren ein umkämpftes Spiel 4:5 (1:1, 2:2, 1:2).

Dabei starteten die Berliner mit dem Selbstbewusstsein eines Tabellenführers. Nur 116 Sekunden waren vorbei, da hatte Stürmer Tyson Mulock Mannheims Torwart Adam Hauser auch schon mit einem Schuss aus kurzer Distanz überwunden. Nach dem erfolgreichen Überzahlspiel hätten die Eisbären die Führung sogar ausbauen können, doch Florian Busch vergab – wie so oft zuletzt – eine gute Torchance. Die Adler wurden danach stärker, im Überzahlspiel gelang Tomas Martinec das 1:1. Eisbären-Torwart Rob Zepp war ohne Abwehrchance.

Im Mitteldrittel wurde das ohnehin schon muntere Spiel noch interessanter, zumal nun viele Tore fielen: Steve Walker traf zum 2:1 für die Eisbären, der ehemalige Berliner Eduard Lewandowski schoss im Powerplay den Ausgleich. Danach gingen die Badener durch einen Treffer von Rick Girard sogar erstmals in Führung, der Kanadier überwand Zepp mit einem Schuss durch die Schoner. Mark Beaufait gelang allerdings wenig später der 3:3-Ausgleichstreffer für die Eisbären.

Der Schlussabschnitt begann für die Berliner wieder mit einem Erfolgserlebnis, 19 Sekunden nach Wiederbeginn stocherte Stefan Ustorf den Puck ins Mannheimer Tor. Danach aber übernahmen die von ihren Fans heftig angefeuerten Adler die Regie. Das Ausgleichstor durch René Corbet war so verdient wie schließlich das Siegtor von Ronny Arendt fünf Minuten vor Spielende. Don Jackson war darüber nicht erfreut, der Trainer der Eisbären sagte nach dem Spiel: „Mannheim hat härter gespielt als wir, bei uns waren einige Spieler heute nicht bereit. Besonders unser Unterzahlspiel hat mir nicht gefallen.“

Für die Eisbären war es erst die vierte Niederlage im 19. Spiel dieser Saison, in die sie interessanterweise mit einem 6:3-Erfolg in Mannheim gestartet waren. Gestern aber waren die Adler stärker. Trotzdem gehen die Berliner als Tabellenführer in die Spielpause in der DEL. Danach empfangen sie am 15. November den ERC Ingolstadt.Jan Kotulla

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