Sport : Tennis: "Sorry, es geht nicht mehr"

Thomas Haas hat die große Chance auf seine elfte Finalteilnahme nicht genutzt. Der 23 Jahre alte Daviscupspieler gab im Halbfinale des ATP-Turniers in Montreal beim Stand von 4:6, 0:5 gegen den Rumänen Andrei Pavel wegen Rückenbeschwerden auf. Zuvor hatte sich Haas auf dem Platz behandeln lassen und es noch einmal versucht, bevor er seinem Gegner schließlich signalisierte: "Sorry, es geht nicht mehr." Im zweiten Match der Vorschlussrunde standen sich Patrick Rafter (Australien) und Fabrice Santoro (Frankreich) gegenüber.

Dabei hatte sich Haas nach seinem Viertelfinalerfolg über den Franzosen Arnaud Clement (6:2, 6:4) noch optimistisch gezeigt. Mit neuem Trainer hatte der Deutsche bei dem mit 2,95 Millionen Dollar dotierten Turnier der Masters Serie einen Aufwärtstrend erkennen lassen. "Ich spiele besser als zu Wochenbeginn, aber ich mache noch zu viele Fehler. Ich hatte bis jetzt keine gute Hartplatzsaison, hoffe aber, dass ich jetzt meine Form bis zu den US Open weiter aufbaue", sagte Haas bei seinem zweiten Turnier nach der Trennung von Coach Sven Groeneveld, dem vierten Trainerwechsel binnen zehn Monaten.

"Mit den Trainern hatte ich Probleme", sagte Haas, der nun wieder bei Nick Bollettieri in Florida ist und mit seinem Lieblingscoach Red Ayme reist. Bei den vorangangenen 15 Turnieren hatte Haas in Adelaide gewonnen, das Halbfinale in Memphis und die Viertelfinals in San Jose sowie vergangene Woche in Los Angeles erreicht. Der Rest waren Erst- und Zweitrunden-Niederlagen.

Vor Pavel hätte Haas allerdings gewarnt sein müssen. Der Rumäne setzte sich nach rund zwei Stunden mit nur zwei Breaks 6:4, 6:7 (2:7), 6:3 gegen US-Youngster Andy Roddick durch, der eine Runde zuvor noch French-Open-Sieger Gustavo Kuerten bezwungen hatte. "Meine Returns als Antwort auf seine harten Aufschläge waren der Schlüssel für meinen Sieg", sagte Pavel nach dem Erfolg. Im ersten Match der "Night session" am Freitag hatte Rafter gegen Juan Carlos Ferrero erfolgreiche Revanche für die Niederlage beim Daviscup-Finale genommen. In knapp zwei Stunden kämpfte der zweimalige US-Open-Sieger bei seinem ersten Turnier nach der Niederlage im Wimbledon-Finale gegen Goran Ivanisevic den an Nummer vier gesetzten Spanier nieder.

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