Testspiele : Bayern haben leichtes Spiel

Der FC Bayern hat rund eine Woche vor Rückrundenstart ein Testspiel beim Hamburger SV mit 2:0 gewonnen - auch ohne Hargreaves, Sagnol, Podolski und Scholl. Der HSV enttäuschte dagegen einmal mehr.

Hamburg - Der FC Bayern München hat die Bundesliga-Generalprobe beim Hamburger SV mit 2:0 (2:0)gewonnen. In der mit 57.000 Zuschauern ausverkauften AOL-Arena nutzte der ersatzgeschwächte Rekordmeister den letzten Test vor dem Rückrundenstart am Freitag bei Borussia Dortmund zum Warmspielen. Gegen harmlose Hamburger brachte Ali Karimi die Süddeutschen am Samstag bereits nach sechs Minuten in Führung, Lucio (23.) konnte nachlegen.

Auch ohne Owen Hargreaves, Willy Sagnol, Lukas Podolski, Martin Demichelis, Mehmet Scholl und Roque Santa Cruz hatten die Bayern leichtes Spiel. HSV-Ersatzkapitän David Jarolim, der den in den ersten beiden Bundesliga-Partien gesperrten Rafael van der Vaart 45 Minuten lang vertrat, konnte dem Aufbauspiel der Hanseaten keine Impulse verleihen. Die eklatante Abschlussschwäche des Tabellen-Vorletzten zeigte sich bei verpassten Chancen des Tschechen (3./33.) und von Danijel Ljuboja (5.). Noch nicht auf Bundesliga-Niveau agierten die Langzeitverletzten Guy Demel und Nigel de Jong, die am Samstag in Bielefeld dabei sein sollen. Noch nicht soweit sind Vincent Kompany, Paolo Guerrero, Raphael Wicky und Piotr Trochowski.

"Wir spielen zu wenig nach vorn"

"Wir haben anständig angefangen, dann hat uns das Tor von Karimi aus der Bahn geworfen. Wir spielen zu viel in die Breite und zu wenig nach vorn", kritisierte HSV-Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer. Beim ersten Gegentor, als Bastian Schweinsteiger im Strafraum den freistehenden Karimi anspielte, hatten die Abwehrspieler nur zugeguckt. Und das Lucio-Tor per Hinterkopf erinnerte an viele Standardsituationen in der Hinrunde, bei denen die Norddeutschen das Nachsehen hatten.

Neuzugang Frank Rost, der weitere Tore mit sicheren Aktionen verhinderte, versuchte aus dem Tor lautstark die Defensive zu ordnen. Zu wenig Bewegung ohne Ball und schwaches Zweikampfverhalten ermöglichten den Münchnern ein Kombinationsspiel sogar in Strafraumnähe. Die Einwechslung von van der Vaart brachte zwar Belebung, reichte aber nicht, um ernsthaft Paroli zu bieten. (tso/dpa)

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben