Sport : Thomas Bach: „Vorzeichen für München gut“

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Herr Bach, welche Aussichten auf eine erfolgreiche Olympiabewerbung hat München 2018 überhaupt noch?

Die Aussichten sind sehr gut. Interne Diskussionen in einer Bewerbungsgesellschaft sollte man nicht überbewerten. Was aus dieser Geschichte gemacht worden ist, ist weit überhöht. Man sollte generell die Fakten zur Kenntnis nehmen.

Wie lauten diese denn aus Ihrer Sicht? Schließlich gibt es Widerstand in Bayern.

Fakt ist, dass laut einer neutralen Umfrage des IOC mehr als 70 Prozent der Bevölkerung hinter dieser Bewerbung stehen. Fakt ist auch, dass diese Bewerbung bei der Vorauswahl durch das IOC Bestnoten bekommen hat. Zudem wird die Bewerbung international hervorragend wahrgenommen. Diese Perspektiven gilt es in der Berichterstattung zu berücksichtigen.

Willy Bogner sprach zuletzt nur von einer „anständigen Bewerbung“, weil er für München 2018 nicht alle geforderten finanziellen Mittel genehmigt bekam. Reicht das?

Ja.

Doch nach den gescheiterten Bewerbungen von Berlin und Leipzig stehen nun auch die Vorzeichen für München schlecht…

…warum stehen die Vorzeichen schlecht? Die Vorzeichen stehen gut. Warum kann man in diesem Land nicht mal positiv nach vorn blicken und muss aus der Geschichte Dinge hervorkramen, die mit der Bewerbung nicht das Geringste zu tun haben?

Das Gespräch führte Martin Einsiedler.

Thomas Bach, 56,

ist Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Der DOSB ist einer von fünf Gesellschaftern der Münchner Olympiabewerbung.

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