Sport : Tischtennis: Zurück bleibt ein schaler Geschmack

Vielleicht haben sie die Aufgabe nicht mehr sonderlich ernst genmommen. Von Platz vier kann die Frauenmannschaft von 3B Berlin ja ohnehin kaum mehr verdrängt werden. Die Teilnahme am Play-off-Halbfinale, in dem man wahrscheinlich auf Titelverteidiger FC Langweid treffen wird, ist allenfalls noch theoretisch in Gefahr. Solche Konstellation stimmte die 3B-Spielerinnen offenbar allzu sorglos. So kam am 16. Spieltag der Tischtennis-Bundesliga eine unerwartete 4:6-Heimniederlage gegen den abstiegsgefährdeten VfB Lübeck zustande. In den beiden abschließenden Partien der Hauptrunde muss 3B noch daheim gegen Bayer Uerdingen und auswärts beim TSV Betzingen antreten.

Die nach vier Stunden zu Stande gekommene Niederlage bezeichnete Manager Rainer Lotsch als "ärgerlich, weil solche Ergebnisse nicht gut für das Selbstbewusstsein sind". Vor allem die deutsche Einzel-Meisterin Christina Fischer war gegen ihre ehemaligen Vereinskameradinnen nicht frei im Kopf und wegen anstrengender, zeitintensiver Prüfungen im Rahmen ihrer Berufsausbildung offenbar nicht austrainiert. Sie verlor beide Partien im unteren Paarkreuz gegen Tanja Hoffmann und Jessica Göbel - Kontrahentinnen, die sie normalerweise klar beherrscht. "Wir hätten dieses Spiel gerne gewonnen, um alle Eventualitäten in Sachen Play-offs auszuschließen. So bleibt ein schaler Nachgeschmack", sagt Lotsch.

Jessica Göbel, die in der Vorsaison bei 3B gespielt hatte und dort weiter Vereinsmitglied ist, wird im kommenden Spieljahr für Burgwedel an der Platte stehen. "Wir haben unsere Option nicht eingelöst, weil wir uns in erster Linie um eine neue starke Nummer 1 kümmern müssen. Aber es ist davon auszugehen, dass Jessica zur Saison 2002/2003 zu uns zurückkehrt." Die 20-Jährige hat sich inzwischen zur Nationalspielerin gemausert und startet bei den WM in Osaka.

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