Sport : Trend zum frühen Tor

Schalke 04 siegt verdient 2:1 gegen Nürnberg

Richard Leipold

Gelsenkirchen - Die Rückkehr in den Alltag ist dem FC Schalke 04 schwer gefallen. Vier Tage nach dem berauschenden Sieg über Rosenborg Trondheim in der Champions League wirkten die Fußballprofis des Revierklubs etwas verkatert – vor allem in der zweiten Halbzeit. Dennoch ist es ihnen gelungen, ihrem Ziel ein wenig näher zu rücken. Dank des mühsamen 2:1 über den 1. FC Nürnberg liegt Schalke nur noch drei Punkte hinter dem aktuellen Bundesliga-Dritten Hamburg. Der Blick auf die Tabelle war an diesem Tag der spielerischen Tristesse das Schönste für Schalke. „Wir sind froh, dass es nicht mehr so ein Riesenabstand ist“, sagte Trainer Mirko Slomka.

Die drei Schalker Partygänger, die zuletzt suspendiert oder gesperrt waren, kehrten in die Startelf zurück. Mladen Krstajic bezog wieder Posten im Abwehrzentrum, Jermaine Jones und Ivan Rakitic kehrten ins Mittelfeld zurück. Trotz dieser Änderungen erinnerte anfangs einiges an den Auftritt in der Champions League: Der Trend geht bei Schalke neuerdings zum frühen Tor durch Gerald Asamoah. Wie schon am Dienstag brachte der Stürmer seine Mannschaft in Führung.

Der Club machte es den Schalkern zunächst noch leichter als der norwegische Rekordmeister. Wenn die Franken überhaupt den Weg nach vorn suchten, verirrten sie sich spätestens, sobald sie in die Nähe des gegnerischen Strafraums gelangten. Beim zweiten Treffer nahmen sie Schalke auch noch die Vollstreckung ab. Nach einer Flanke von Rafinha drückte Verteidiger Marco Engelhardt die Kugel über die eigene Torlinie.

In der zweiten Halbzeit waren die Nürnberger nicht mehr bereit, sich in den Dienst des Gegners zu stellen. Angelos Charisteas wuchtete zehn Minuten nach dem Seitenwechsel einen Eckball von Engelhardt zum Anschlusstreffer ins Netz. Spätestens nach einer Stunde begann Schalke zu zittern – und zwar nicht wegen der Kälte, sondern weil dem Club fast der Ausgleich gelungen wäre. Manuel Neuer lenkte einen Freistoß des Mittelfeldspielers Zvjezdan Misimovic an den Pfosten. In der Nachspielzeit kamen die Gelsenkirchener mit dem Schrecken davon – Marek Mintal traf nur den Pfosten. Weil Nürnberg zu spät aufgewacht war, blieb Schalke ein böses Erwachen erspart. Richard Leipold

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