Turmspringen : Zu zweit jubelt es sich schöner

Wasserspringer Sascha Klein hat zum Abschluss der Europameisterschaften in Budapest mit Gold vom Turm seinen ersten internationalen Einzeltitel gewonnen. Der Aachener setzte sich vor dem Berliner Patrick Hausding durch.

Europameister Sascha Klein (r.) und Silbermedaillengewinner Patrick Hausding. Foto: dpa
Europameister Sascha Klein (r.) und Silbermedaillengewinner Patrick Hausding.Foto: dpa

Budapest - Für den letzten Wettbewerb der Schwimm-EM in Budapest hatte sich Sascha Klein noch einmal viel vorgenommen. Dass am Ende aber so ein Ergebnis dabei herauskommt, hatte der Aachener wohl selbst nicht gedacht. Mit Traumnoten sprang Klein am Sonntagabend zu seinem ersten Einzel-Gold. Der Berliner Patrick Hausding holte hinter ihm vom Zehn-Meter-Turm Silber. Insgesamt erreichte Klein überragende 534,85 Punkte. Grundlage für den Sieg war sein fünfter Sprung, für den er von allen sieben Kampfrichtern die Höchstnote von 10,0 bekam.

Hausding, der mit Klein tags zuvor Synchron-Gold vom Turm gewonnen hatte, wurde mit 516,45 Zählern Zweiter und holte damit als erster Springer bei allen fünf EM-Entscheidungen eine Medaille. „Langsam wird mir mein Erfolg selbst unheimlich“, sagte Hausding, nachdem er seinem deutschen Kollegen jubelnd um den Hals gefallen war. Hausding war nach dem vierten Durchgang sogar noch in Front gewesen, patzte dann aber. Nach den Medaillen seines besten Athleten scheute selbst Wassersprung-Bundestrainer Lutz Buschkow nicht den Vergleich mit den ganz Großen. „Was Patrick macht, ist einzigartig. Das schaffen nicht einmal die Chinesen. Die sind alle entweder nur Turm- oder nur Kunstspringer“, sagte Buschkow. „Wenn er gesund bleibt, ist bei ihm nach oben alles offen.“

Der Allrounder Hausding führte das deutsche Team mit Gold vom Drei-Meter-Brett und mit Sascha Klein vom Turm sowie Silber vom Ein-Meter-Brett und mit Stephan Feck vom Drei-Meter-Brett sowie dem Abschluss-Silber zurück an die Spitze. „Unsere Jungs und Mädels haben in den vergangenen Tagen viel für unsere Sportart getan“, sagte Buschkow. „Man kann schon von einem Boom sprechen.“

 Vor dem Doppelsieg beim Turmspringen hatte die 4 x 100-Meter-Lagen-Staffel der Frauen am Schlusstag schon Bronze im Becken gewonnen. Dabei profitierte sie von einem Wechselfehler der Russinnen, die als Schnellste disqualifiziert wurden. Es gewann Großbritannien vor Schweden. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben