Uefa-Cup : "Wölfe" bezwingen Portsmouth

Nach einer weiteren Demonstration der Stärke überwintert der VfL Wolfsburg erstmals in seiner Vereinsgeschichte im Europacup. Die Niedersachsen gewannen gegen den FC Portsmouth mit 3:2.

Gert Glaner[dpa]
Wolfsburg
Wolfsburgs Cristian Zaccardo (links) im Zweikampf mit Portsmouths Armand Traore. -Foto: ddp

WolfsburgWolfsburg bezwang Portsmouth mit 3:2 (2:2) und sicherten sich mit dem dritten Sieg bereits vorzeitig den Einzug in die Zwischenrunde des Uefa-Pokals. Edin Dzeko (3.), Christian Gentner (23.) und Zvjezdan Misimovic (74.) erzielten die Treffer für das Team von Felix Magath, das seine weiße Weste in der Gruppe E behauptete. Einen höheren Erfolg vergab Misimovic (80.), der mit einem Strafstoß an Torhüter David James scheiterte. Für die Engländer, die keine Chance mehr auf das Weiterkommen haben, trafen Jermain Defoe (11.) und Arnold Mvuemba (14.). Im letzten Spiel am 17. Dezember beim AC Mailand reicht den Wolfsburgern bereits ein Unentschieden zum Gruppensieg, der bei der Auslosung der K.o.-Runde einen leichteren Gegner verheißt.

21.015 Zuschauer in der Volkswagen-Arena sahen von der ersten Minute an einen offenen Schlagabtausch, in dem beide Abwehrreihen bei den Treffern kräftig mithalfen. VfL-Coach Magath reagierte bereits nach gut einer halben Stunde auf die Probleme in seiner Verteidigung, die den pfeilschnellen Defoe nicht in den Griff bekam, und nahm den indisponierten Cristian Zaccardo aus dem Spiel. Dennoch blieb die Defensive ein Schwachpunkt beim Achten der Fußball-Bundesliga. Im Spiel nach vorne demonstrierten die "Wölfe" auch ohne den verletzt fehlenden Torjäger Grafite gewohnte Klasse. Mit seinem vierten Uefa-Cup-Treffer vertrat Dzeko den Brasilianer einmal mehr würdig.

Start nach Maß

In der turbulenten Begegnung erwischten die "Wölfe" dank Dzeko einen Start nach Maß. Nach gerade einmal 160 Sekunden lenkte der bosnische Torjäger eine Flanke von Gentner an Nationalkeeper James vorbei ins Netz. Doch ein schwerer Fehler von VfL-Torhüter Diego Benaglio brachte den Achten der Premier League schnell wieder zurück in die Partie. Als der Schweizer eine Flanke von Sean Davis nicht richtig zu fassen bekam, bedankte sich Defoe mit dem Ausgleich.

Schon beim nächsten Gäste-Angriff gerieten die Niedersachsen sogar in Rückstand: Andrea Barzagli fälschte den 25 Meter-Knaller von Mvuemba unhaltbar für Benaglio ab. Doch Magaths Elf reagierte keineswegs geschockt und schlug durch Gentner wieder zurück. Beim Schuss des Ex-Stuttgarters aus spitzem Winkel reagierte der überraschte James zu spät. Der FC Portsmouth blieb mit seinen blitzschnellen Vorstößen jederzeit gefährlich. In der 31. Minute machte Benaglio seinen Schnitzer beim Gegentor wieder wett, als er gegen den englischen Nationalstürmer Defoe das 2:3 verhinderte.

Bock von Torhüter James

In der zweiten Spielhälfte erhöhten die Gäste noch einmal das Tempo. Den ersten Warnschuss gab Niko Krajncar ab, dessen Freistoß aus 18 Metern von der Latte des VfL-Tores zurückprallte (53.). Ein kapitaler Bock von Torhüter James beendete dann alle Hoffnungen der Engländer auf einen Punktgewinn. Der Schlussmann legte den Ball Misimovic vor und der ließ sich nicht zweimal bitten. Da konnte sich der Bosnier wenig später sogar den Luxus leisten, einen Foulelfmeter zu vergeben. James hielt den schwach geschossenen Ball.

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