Sport : Uefa prüft Manipulation in Bayern-Spiel

Moskau/Madrid - Der europäische Fußballverband Uefa ermittelt offenbar weiterhin, ob das Rückspiel des Uefa-Pokal-Halbfinales zwischen St. Petersburg und Bayern München im Mai 2008 manipuliert worden war. Das sagte ein Mitglied der Uefa-Disziplinarkommission der Internetredaktion von „stern.de“. Dabei gehe es um „verdeckte Ermittlungen“. Die Bayern hatten nach einem 1:1 das Rückspiel 0:4 verloren. Abgehörte Telefonate sollen spanische Ermittler auf eine mögliche Manipulation gebracht haben. Die Verdächtigen hielten sich seinerzeit in Spanien auf. Für „50 Millionen“ sei ein Weiterkommen von St. Petersburg erkauft worden, schnappten Ermittler auf, ohne Angabe der Währung. Bei den Verdächtigen soll es sich um Gennadi Petrow und Alexander Malyschew handeln. Sie wurden im Juni 2008 wegen angeblicher Wirtschaftsverbrechen in Spanien festgenommen. Petrow wurde im Januar 2010 gegen Kaution freigelassen. Anders als bei Malyschew, dessen kriminelle Karriere ihn mehrfach ins Gefängnis brachte, werden Petrow Beziehungen in höchste russische Wirtschaftskreise nachgesagt. Die Staatsanwaltschaft in Madrid erklärte, die gesamte Operation unter Geheimhaltung gestellt zu haben. Die betroffenen Vereine teilten mit, von aktuellen Untersuchungen nichts zu wissen. tik/jum

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