Sport : Union gewinnt 1:0 und schickt Regensburg in die Dritte Liga

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Berlin - 89 handgezählte Fans machten sich am Freitag von Regensburg auf nach Berlin, um ihren SSV Jahn beim 1. FC Union zu unterstützen. Wahrscheinlich wollten sie noch einmal die Atmosphäre in einem der lautesten Stadien der Zweiten Liga genießen, denn bereits vor dem Spiel stand fest, dass Regensburg in der kommenden Saison wohl kein Punktspiel im Stadion An der Alten Försterei mehr bestreiten wird. Das ist nach dem 1:0 (0:0)- Sieg des 1. FC Union nun Gewissheit. Jahn Regensburg steht drei Spieltage vor dem Saisonende als erster Absteiger in die Dritte Liga fest.

Dabei wäre es an diesem Tag einfach gewesen, dem 1. FC Union eine Heimniederlage beizubringen. Die Berliner befinden sich seit Wochen in erschreckender Form. Seitdem klar ist, dass sie den Relegationsplatz zur Bundesliga nicht mehr erreicht, lässt die Mannschaft Spannung und Motivation vermissen. Gegen Regensburg hatte Union nach drei Minuten Glück, nicht in Rückstand zu geraten. Der 1, 72 Meter kleine Francky Sembolo kam nach einer Ecke im Strafraum frei zum Kopfball, Unions Björn Kopplin konnte gerade noch auf der Linie retten.

Union fand lange nicht ins Spiel, zu wenig Laufbereitschaft, zu wenig Positionsspiel, zu wenig Kombinationen – der Auftritt erinnerte an die enttäuschenden Darbietungen zuletzt. Allein Stürmer Simon Terodde mühte sich, mehr als drei, vier gefällige Abschlüsse sprangen aber nicht heraus. Bezeichnend, dass ein Elfmeter herhalten musste, um die Gastgeber vor 16 857 Zuschauern in Führung zu bringen. Tim Erfen brachte Baris Özbek im Strafraum aus dem Tritt, Schiedsrichter Harm Osmers pfiff. Eine harte Entscheidung. Torsten Mattuschka verwandelte nach einer Stunde sicher. „Ich glaube, den muss man nicht unbedingt geben, aber das ist uns egal. Wir haben das Glück erzwungen“, sagte Mattuschka. Anschließend verpasste Terodde knapp nach Vorlage von Adam Nemec, der später selbst noch im Abschluss scheiterte, genau wie Marc Pfertzel. Danach dauerte es nicht mehr lange, bis der Schiedsrichter abpfiff und Regensburgs Abstieg feststand. Sebastian Stier

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