Sport : Unions Spiel gegen Erfurt wird nach Krawallen unterbrochen

Matthias Koch

Berlin - Von friedlicher Punkteteilung konnte gestern keine Rede sein. Die Regionalliga-Begegnung zwischen dem 1. FC Union und dem FC Rot-Weiß Erfurt endete zwar 1:1 (1:1). Sowohl auf dem Platz als auch auf den Rängen ging es vor 8269 Zuschauern im Stadion An der Alten Försterei jedoch turbulent zu. Das Spiel war so hitzig, dass beide Teams gleich zwei Mal in die Kabinen mussten. Es gab eine reguläre Pause und eine unfreiwillige, die Teile der rund 2000 mitgereisten Erfurter Anhänger zu verantworten hatten. Sie fühlten sich durch die 1:0-Führung der Berliner durch Marco Gebhardt per Handelfmeter provoziert. Aus Sicht der Erfurter hätte es keinen Elfmeter geben dürfen.

Fortan flogen Gegenstände aus dem Erfurter Block auf den Rasen. Zudem zündeten die Zuschauer immer wieder Feuerwerkskörper, obwohl längst ein Großaufgebot der Polizei aufmarschiert war. Irgendwann hatte Schiedsrichter Stefan Trautmann aus Bodenwerder genug. Nach Rücksprache mit Schiedsrichterbeobachter Peter Müller schickte er beide Teams für zwölf Minuten Zusatzpause in die Kabine.

„Die Pause tat den Zuschauern gut“, sagte Beobachter Müller nach der Unterbrechung, wenngleich die Erfurter Fans auch nach diesem Warnschuss noch einmal im eigenen Block zündelten. Von der zusätzlichen Pause hatten auch die Erfurter Spieler etwas. Thiago Rockenbach da Silva das 1:1. Dabei blieb es, obwohl beide Mannschaften noch Chancen zum Siegtreffer hatten. Unions Trainer Uwe Neuhaus sagte: „Bis zur ersten Unterbrechung haben wir ein tolles Spiel gezeigt. Leider hat Dustin Heun die Chance zum 2:0 ausgelassen.“ Heun verletzte sich später am Knie, wie lange er ausfällt, ist unklar.

Karsten Baumann, der Trainer der Erfurter, war nicht nur mit dem Spielstand zufrieden: „Zum einen haben wir einen verdienten Punkt geholt, zum anderen bin ich froh, dass die Partie nicht abgebrochen wurde.“ Matthias Koch

Zieht Union ins Poststadion? Seite 12

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