Sport : Verhandelt wird später Frankfurt verliert gegen Mönchengladbach 0:1

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Frankfurt - Die Frankfurter Eintracht wollte am Freitagabend ein Markenzeichen setzen und scheiterte doch beim Versuch, die 40-Punkte-Marke zu überschreiten. Borussia Mönchengladbach erwies sich nach zuletzt sechs sieglosen Spielen als Spielverderber und fügte dem Tabellenvierten durch den 1:0-Erfolg nach dem Treffer Luuk de Jongs (22. Minute) die zweite Heimniederlage zu.

Während die Mannschaft von Trainer Lucien Favre mit Abwehrchef Martin Stranzl an der Spitze ihre Europa-League-Ambitionen untermauerte und vorerst auf Platz sechs kletterte, sitzt die Konkurrenz dem Tabellenvierten ab sofort im Nacken. Verschieben muss die Eintracht auch die für den Erfolgsfall eingeplanten prompten Verhandlungen mit Trainer Armin Veh zwecks Verlängerung seines auslaufenden Vertrag. Der 52-Jährige hatte stets erklärt, erst mit dem Erreichen von 40 Punkten gesprächsbereit zu sein. Alles eine Frage der Zeit, die derzeit gegen die Frankfurter spricht. Die am Ende eine Spur unglückliche Niederlage vor 51 500 Zuschauern in der ausverkauften Frankfurter Arena war schon das vierte sieglose Spiel nacheinander, in dem die Eintracht nicht traf.

Veh hatte schon eine böse Ahnung gehabt. „Die Borussia“, sagte er vor der Begegnung, „steht immer sehr defensiv und spielt stets strukturiert.“ Gesagt, getan: Die Gladbacher, die das Hinspiel 2:0 gewonnen hatten, fingen vor der Pause mit zwei Viererketten die meist zaghaften und selten temporeichen Frankfurter Angriffsversuche ab. Dazu gehörten Gelegenheitskonter über die schnellen Patrick Herrmann und Amin Younes zum Repertoire der „Fohlen“. Das 1:0 aber fiel nach einer Standardsituation: Havard Nordtveits Eckstoß verlängerte Thorben Marx; Torhüter Kevin Trapp hatte keine Chance gegen de Jongs Kopfball.

Zur Pause reagierte Veh und nahm Srdjan Lakic, eine Spitze, die niemandem weh tat, aus dem Spiel. Fortan versuchte es die Eintracht in der Offensive spanisch: ohne gelernten Stürmer. Die variablen Mittelfeldspieler Takashi Inui und Stefan Aigner, unterstützt von Alex Meier und dem eingewechselten Stefano Celozzi, versuchten die Gladbacher Defensive zu erschüttern – ohne Effekt. Ein wenig ins Wackeln kam die Borussia zwar, aber nicht so, dass sie ihren wertvollen Vorsprung noch hergab. Roland Zorn

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