Verrücktes Zweitliga-Spiel : Zehn Tore zwischen Cottbus und Karlsruhe

Am 24. September gastiert Hertha BSC in Cottbus. Vor der Energie-Offensive müssen sich die Berliner fürchten, vor der Abwehr allerdings nicht. Gegen Karlsruhe reichten den Lausitzern fünf Tore nicht zum Sieg.

Der Anfang, aber noch lange nicht das Ende eines verrückten Zweitliga-Spiels: Nils Petersen trifft nach 19 Sekunden zum 1:0.
Der Anfang, aber noch lange nicht das Ende eines verrückten Zweitliga-Spiels: Nils Petersen trifft nach 19 Sekunden zum 1:0.Foto: dpa

In einem völlig verrückten Zweitliga-Spiel haben Energie Cottbus und der Karlsruher SC die Punkte geteilt. Nach einer 2:0-Führung der Gastgeber war der KSC schon mit 5:2 in Führung gegangen, bevor Energie wieder zurückkam. Am Ende hieß es im Montagsspiel der 2. Fußball-Bundesliga 5:5 (2:4). Energie liegt jetzt in der Tabelle mit sieben Punkten hinter dem verlustpunktfreien Spitzentrio Duisburg, Augsburg und Hertha BSC (je 9). Der KSC steht mit vier Zählern auf Rang neun.

Beide Mannschaften zeigten beim Torfestival ein desolates Defensiv-Verhalten. Trotz eines frühen 0:2-Rückstandes zeigte sich das KSC-Team von Coach Markus Schupp unbeeindruckt und wendete mit schnellen Offensivaktionen zunächst das Blatt. Macauley Christantus
(26. Minute), Michael Mutzel (29.), Anton Fink (34.) und Alexander Iaschwili (40.) bestraften innerhalb einer Viertelstunde die eklatanten Abwehrschwächen der Gastgeber mit vier Treffern. Timo Staffeldt legte nach der Pause noch nach (55.).

Doch der lange Zeit naiv spielende FC Energie verhinderte am 3. Spieltag noch die erste Saisonniederlage. Der eingewechselte Jiayi Shao (66.), Nils Petersen (70.) mit seinem vierten Saisontreffer und der ebenfalls später ins Spiel gekommene Jules Reimerink (73.) trafen zum 5:5. Danach hatten vor rund 9.875 hin- und hergerissenen Fans im Stadion der Freundschaft beide Teams noch die Chance zum Siegtreffer. Doch Christian Timm scheiterte drei Minuten vor dem Ende an Energie-Schlussmann Thorsten Kirschbaum. Und Schiedsrichter Florian Steuer pfiff einen Vorteil und damit ein reguläres KSC-Tor ab.

Die Partie hatte für die Mannschaft von Trainer Claus-Dieter Wollitz, die mit drei Pflichtspiel-Siegen makellos in die neue Spielzeit gestartet war, verheißungsvoll begonnen. Schon nach 19 Sekunden schoss Peterson nach Vorarbeit von Daniel Adlung zum 1:0 ein. Es war das schnellste Zweitliga-Tor der jungen Saison. Energie-Kapitän Marc-André Kruska erhöhte nach einer zu schwach abgewehrten Ecke mit einem 20-Meter-Traumschuss auf 2:0 (16.).

Damit allerdings hatten die Cottbuser im Lausitzer Regen zunächst ihr Pulver verschossen. Kurz nach der Pause vergab Iaschwili für den KSC die große Chance zu einem weiteren Treffer. Andreas Schäfer traf nur die Latte der Energie-Tores (51.). Dann nahm das Torfestival
seinen Lauf - bis zum verrückten 5:5. (dpa)

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