Verstärkung : Gekas erhält Freigabe für Hertha

Bundesliga-Schlusslicht Hertha BSC Berlin steht vor einer Verpflichtung des griechischen Nationalspielers Theofanis Gekas von Tabellenführer Bayer Leverkusen. Die Unterschrift des Stürmers steht allerdings noch aus.

Michael Rosentritt
Gekas
Theofanis Gekas -Foto: ddp

BerlinAm Sonntagabend sickerte eine für Hertha BSC nicht ganz so unwichtige Nachricht durch. Demnach wird der Berliner Fußball-Bundesligist in der Winterpause Theofanis Gekas von Bayer 04 Leverkusen verpflichten. "Wir haben mit Hertha weitestgehend Einigung erzielt. Jetzt muss sich Theofanis entscheiden", sagte der Leverkusener Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser der Deutschen Presse-Agentur. Hertha BSC wollte sich gestern Abend dazu nicht äußern.

Sollte der griechische Torjäger sich für ein Engagement bei den abstiegsgefährdeten Berliner entscheiden, könne er offiziell erst im Januar zum Tabellenletzten wechseln. Im Januar gibt es eine weitere Transferperiode. Wie zu erfahren war, ist ein Leihgeschäft bis zum Saisonende geplant. Allerdings soll auch Eintracht Frankfurt an Gekas interessiert sein.

Überraschend käme ein Geschäft zwischen Berlin und Leverkusen nicht. Bekanntlich hatten die Berliner vor ein paar Tagen bereits Kontakt zum derzeitigen Tabellenführer aus Leverkusen hergestellt, wo der Torschützenkönig der Saison 2006/2007 derzeit kaum Einsatzzeiten bekommt. Hertha allerdings sucht dringend nach Verstärkung in der Offensive. Der Sturm der Berliner ist harmlos, nur der Sturm des 1. FC Köln ist noch erfolgloser.

Dem Vernehmen nach haben beide Vereine bereits am vergangenen Freitag vor ihrem Duell (2:2) über die Details des Transfers verhandelt. Der Grieche möchte sich auf jeden Fall verändern, da er unbedingt eine Bühne braucht, um sich zu präsentieren. Andernfalls droht ihm, dass Otto Rehhagel, der Trainer des griechisches Nationalteams, ihn nicht in den Kader für die Weltmeisterschaft im kommenden Sommer nominiert.

Erst jüngst hatte Hertha Manager Michael Preetz gesagt, dass die Verpflichtung eines torgefährlichen Stürmers höchste Priorität besitzt. Artur Wichniarek und Waleri Domowtschiski haben bisher nicht ein einziges Bundesligator erzielt. Lediglich Adrian Ramos, der gegen Leverkusen beide Tore erzielt hatte, strahlt eine gewisse Gefahr vor dem gegnerischen Gehäuse aus.

In Theofanis Gekas würden die Berliner einen Stürmer mit einem ausgeprägten Torinstinkt erhalten. Bei Panathinaikos Athen schaffte der mittlerweile 29-Jährige seinen Durchbruch. 2006 debütierte Gekas in der Champions League und war mit 15 Toren zweiterfolgreichster Torjäger der griechischen Liga. Im Anschluss wechselte er in die Bundesliga zum VfL Bochum, wo er gleich in seiner ersten Saison einschlug. Nach Stefan Kuntz (1986) und Thomas Christiansen (2003) war Gekas der dritte Spieler des VfL, der die Torjägerkanone gewann.

Seine Qualitäten machten ihn für prominentere Vereine interessant. Und so wechselte er anschließend zu Bayer Leverkusen. Nachdem der Klub im Sommer 2008 Patrick Helmes verpflichtete, sah der Grieche seine Einsatzchancen neben Stefan Kießling schwinden. Im Februar 2009 lieh ihn Bayer an den FC Portsmouth aus, doch zu Beginn der laufenden Saison kehrte Gekas nach Leverkusen zurück. Allerdings verschlechterte sich seine Situation noch einmal, als Bayer im vergangenen Sommer Eren Derdiyok verpflichtete. In dieser Spielzeit kam Theofanis Gekas lediglich auf sechs Kurzeinsätze in der Bundesliga. Ein Tor erzielte er dabei nicht.

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