Sport : VfB Stuttgart: Förster tritt zurück

Der 81-malige Fußball-Nationalspieler Karlheinz Förster hat seinen Rücktritt als Sportdirektor des Bundesligisten VfB Stuttgart erklärt. "Mein Amt war aus meiner Sicht nicht mit den notwendigen Kompetenzen ausgestattet, was die interne Zusammenarbeit zunehmend erschwert hat", teilte der 42-Jährige, der auch dem Vorstand angehörte, am Freitag in einer persönlichen Erklärung mit. Zuvor hatte er in der Winterpause in dem Brasilianer Adhemar, dem Portugiesen Rui Marques und Torwart Thomas Ernst noch drei Spieler für die Schwaben verpflichtet, die nach 18 Spieltagen Vorletzter der Bundesliga-Tabelle sind.

Schon seit geraumer Zeit war in Stuttgart die Rede davon, dass Förster und sein einstiger Mitspieler Hansi Müller, Vorstandsmitglied für Öffentlichkeitsarbeit, häufiger in Konflikt geraten sein sollen. Der ehemalige WM-Teilnehmer Förster teilte seinen Demissions-Entschluss zunächst Klub-Präsident Manfred Haas mit. Zuletzt war zudem von einem Machtvakuum im fünfköpfigen Führungsgremium des VfB die Rede.

Förster sieht die grundsätzlich positive Entwicklung der Mannschaft trotz seiner Entscheidung nicht als gefährdet an: "Ich bin mir sicher, dass die gute Substanz der Mannschaft mit den Verpflichtungen von Adhemar, Rui Marques und Thomas Ernst weiter verstärkt wurde und somit eine erfolgreiche Restsaison bevorsteht. Deshalb halte ich den jetzigen Zeitpunkt meines Rücktritts für richtig."

Weiter führte der ehemalige Frankreich-Legionär aus. "Natürlich ist mir dieser Entschluss angesichts der derzeitigen sportlichen Situation in der Bundesliga nicht leicht gefallen. Immerhin habe ich einen großen Teil meines Lebens als Sportler und Funktionär beim VfB Stuttgart verbracht, doch wie ich als Spieler immer den aufrechten Weg gegangen bin, so möchte ich es auch als Verantwortlicher tun", erklärte Förster.

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