VfB-Trainer gesteht Fehler ein : Veh: "Haben nicht die richtigen Leute geholt"

Armin Veh hat sich in erstaunlicher Direktheit an der sportlichen Misere des VfB Stuttgart mitschuldig gesprochen. Die missratene Transferpolitik nach dem Meistertitel 2007 sei der Hauptgrund, gesteht der VfB-Trainer ein.

Armin Veh
VfB-Trainer Armin Veh gesteht Fehler in der Transferpolitik ein. -dpa

StuttgartMit eindeutiger Selbstkritik hat Trainer Armin Veh auf die sportliche Krise des VfB Stuttgart reagiert. "Der entscheidende Punkt für unsere Situation ist die Personalpolitik, die wir nach der Meisterschaft 2007 gemacht haben. Dafür bluten wir heute noch", sagte der Coach am Freitag. "Die sportliche Führung, also ich, Horst Heldt und auch Jochen Schneider haben nicht die richtigen Leute geholt. Die Selbstkritik habe ich". Wegen der Fehlentscheidungen damals seien auch die Transfermöglichkeiten vor dieser Saison begrenzt gewesen.

"Wir sind gefühlter 19."

"Wir sind momentan gefühlter 19.", meinte Veh vor der Bundesliga- Partie des seit vier Spielen sieglosen Tabellenelften beim VfL Wolfsburg am Samstag. "Ich prügele aber nicht auf die Mannschaft ein, weil ich auch selbstkritisch bin." Zwar sind die Schwaben noch im Uefa-Cup und im DFB-Pokal vertreten, doch nach den schwachen Leistungen mit dem 0:0 gegen Arminia Bielefeld als vorläufigem Tiefpunkt geraten auch Veh und Sportdirektor Heldt in der Öffentlichkeit zunehmend in die Kritik. Auch Schneider ist als "Direktor Sport Verwaltung" für Transfers mitverantwortlich.

Nach dem fünften Meistertitel der Vereinsgeschichte im vergangenen Jahr hatten die Roten unter anderem für viel Geld Profis wie Torwart Raphael Schäfer, Spielmacher Yildiray Bastürk oder die Stürmer Ewerthon und Ciprian Marica verpflichtet. Während Schäfer und Ewerthon den Verein bereits wieder verlassen haben, konnten auch der dauerverletzte Bastürk sowie Marica die hohen Erwartungen nie über längere Zeit erfüllen. Auch die vor dieser Spielzeit aus der zweiten Liga geholten Mittelfeldspieler Jan Simak und Martin Lanig stehen in der Kritik. Als Konsequenz daraus nannte Veh erneut die Neuausrichtung des Scoutings. (mbo/dpa)

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