VfL Bochum : Herthas Gegner: Starke Schwankungen in einem Spiel

Eigentlich müsste der VfL Bochum Hertha BSC liegen, und eigentlich auch wieder nicht. Es kommt dem Spiel der Berliner sehr entgegen, dass die Bochumer selbst innerhalb von 90 Minuten starken Leistungsschwankungen unterliegen.

Mathias Klappenbach
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Eigentlich müsste der VfL Bochum Hertha BSC liegen, und eigentlich auch wieder nicht. Es kommt dem Spiel der Berliner sehr entgegen, dass die Bochumer selbst innerhalb von 90 Minuten starken Leistungsschwankungen unterliegen. Bei der 0:2-Niederlage gegen Hannover 96 vor einer Woche schlug die Mannschaft eine Halbzeit lang den Ball über das Mittelfeld hinweg direkt nach vorn, wo keiner war, der solche Bälle verarbeiten kann. Obwohl es in der zweiten Halbzeit mit vielen flachen Pässen deutlich besser lief, war das Spiel bereits verloren, und das wäre es wohl auch gegen die effizienten Herthaner gewesen. In der Woche zuvor verlor der VfL nach einer 2:0-Führung noch 2:3 in Bremen, weil ihm Kraft und Konzentration ausging, auch solche Momente weiß Hertha zu nutzen.

Nicht liegen dürfte Bochum den Herthanern, weil auch die Mannschaft von Trainer Marcel Koller abwartend spielt, um dann zu kontern. Dabei hat sie aber nicht so viele Optionen wie die Berliner, die wohl mit Raffael, Marko Pantelic und Andrej Woronin angreifen werden. Beim VfL laufen viele Angriffe auf den immens schnellen Stanislav Sestak (Bild) hin. Unterstützt wird er meist von dem energischen Joel Epallé und Mimoun Azaouagh, der mit seinen Weitschüssen aus aussichtsloser Position aber viele Angriffschancen vernichtet. Aus dem defensiven Mittelfeld stößt Christoph Dabrowski mit nach vorn, dann sichert der offensivschwache Marc Pfertzel gegen Raffael ab. Die Bochumer Fans haben nach den Niederlagen der vergangenen Wochen vor allem Dabrowski und Kapitän Marcel Maltritz offen angefeindet, weil sie mit ihren Fehlern Gegentore verschuldeten. In dieser Woche hat Bochum ein paar Geheimtrainings abgehalten. Das macht man aber nicht der Fehler wegen, sondern weil man sich etwas Neues ausdenkt.

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