Volldampf von Anfang bis Ende : Eisbären überzeugen beim 7:2 in Bremerhaven

Die Eisbären zeigen sich in Bremerhaven gut erholt von der Auftaktniederlage gegen Nürnberg und fahren die ersten Punkte in der noch jungen DEL-Saison ein.

Das war gut. Trainer Uwe Krupp sah ein starkes Berliner Team.
Das war gut. Trainer Uwe Krupp sah ein starkes Berliner Team.Foto: Tobias Hase/dpa

Am Ende war jeder Schuss ein Treffer. Als wollten die Eisbären zeigen, dass sie auch in einem Schlussdrittel noch zulegen können. 7:2 (1:0, 1:1, 5:1) siegten die Berliner am Sonntagnachmittag bei den Pinguins Bremerhaven und fuhren damit die ersten Punkte in der noch jungen Saison in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) ein. Am Freitag hatte es nach einer 2:0-Führung noch eine 2:4-Heimniederlage gegen die Nürnberg Ice Tigers gegeben, weil die Eisbären im Verlaufe des Spiels den Fuß vom Gas genommen hatten. Das sollte sich in Bremerhaven möglichst nicht wiederholen – und das tat es auch nicht.

„Wir wollten unbedingt 60 Minuten gut spielen, und das haben wir uns vor dem letzten Drittel noch einmal fest vorgenommen“, sagte Sean Backman. Der US-amerikanische Stürmer traf zweimal für seine Mannschaft, auch die ebenfalls vor der Saison neu verpflichteten Martin Buchwieser und Thomas Oppenheimer erzielten ihre ersten Tore im Trikot der Berliner.

Uwe Krupp hatte sein Team im Vergleich zum Freitag unverändert gelassen, auch die Reihenzusammensetzung blieb wie gehabt. Schon nach 42 Sekunden gelang Jamie MacQueen der Führungstreffer, die Richtung stimmte bei den Eisbären von Beginn an. Hinten stand die Defensive gut sortiert, vorne gab es immer wieder Möglichkeiten nach schnell vorgetragenen Angriffen.

Drei Neuzugänge kamen zu ihren ersten Treffern im Eisbären-Trikot

Bremerhaven hielt dennoch lange gut mit, die Pinguins hatten ihr Team im Sommer fast komplett neu formieren müssen. Elf Spieler hatten den Klub verlassen. Im Tor steht mit Thomas Pöpperle jetzt ein ehemaliger Eisbär, 2006 wurde der Tscheche in Berlin Deutscher Meister. Doch ein schönes Wiedersehen mit seinem früheren Team erlebte er nicht. Louis-Marc Aubry fälschte aus Nahdistanz zum 2:0 ab, erst danach wachten die Gastgeber vor 4563 Zuschauern auf.

Nach dem Treffer zum 1:2 durch Mike Moore wackelten die Eisbären kurzzeitig, retteten den Vorsprung aber in die zweite Pause. Im Schlussabschnitt brachte ein Doppelschlag von Buchwieser und Backman die Vorentscheidung. Bremerhaven konnte in Überzahl durch Wade Bergman noch einmal verkürzen. Danach aber luden die Pinguins ihren Gegner regelrecht zum Toreschießen ein. Oppenheimer machte mit dem 5:2 alles klar, in der letzten Minute trafen die Eisbären durch Daniel Fischbuch sogar erstmals in dieser Saison in Überzahl. Sean Backman, seit Donnerstag glücklicher Vater, krönte den Nachmittag für das Team von Uwe Krupp mit seinem Tor zum 7:2-Endstand. (Tsp)

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