Sport : Volleyball: Außenseiter nach drei Siegen

Trotz dreier Testspielsiege gegen Slowenien reist die deutsche Volleyball-Nationalmannschaft der Männer nur mit geringen Erwartungen am kommenden Wochenende zur Europameisterschaft in Ostrau in der Tschechischen Republik. "Mit der Qualifikation für die EM haben wir unser Ziel bereits erreicht. Für unsere junge Mannschaft gilt es, gegen die europäischen Größen Erfahrungen zu sammeln", sagte Bundestrainer Stelian Moculescu nach dem letzten Testspiel.

Seine Spieler hatten sich gegen die ebenfalls für die EM qualifizierten, allerdings in einer anderen Vorrundengruppe spielenden Slowenen am Samstagabend in Brackenheim bei Heilbronn vor 650 Zuschauern mit 3:2 (25:22, 25:20, 31:33, 23:25, 16:14) durchgesetzt. Am vergangenen Mittwoch in Friedrichshafen (3:0) und am Freitag in Gammertingen (3:2) hatte das deutsche Team ebenfalls gesiegt.

Vor allem die Annahme bereitet dem Bundestrainer nach wie vor großes Kopfzerbrechen. "Was wir in diesem Bereich zeigen, ist nicht ausreichend für das europäische Niveau." Bei der EM trifft die Mannschaft in der Vorrunde am kommenden Samstag zunächst auf Polen, dann auf Italien, Frankreich, Ungarn und Jugoslawien.

Moculescu fehlen darüber hinaus nach den verletzungsbedingten Ausfällen seiner beiden Routiniers Stefan Hübner (Faserriss in der Bauchmuskulatur) und Kapitän Wolfgang Kuck (Bakterieninfektion im linken Fußgelenk) die Alternativen. "Daher müssen wir die, die da sind, in die Mannschaft integrieren", sagte der Coach nach der Generalprobe. In Brackenheim schickte er zunächst seine Stammsechs mit Libero Frank Bachmann (SV Bayer Wuppertal), Michael Mayer (TSV Unterhaching), Ralph Bergmann (Go Pass Lennik/Belgien), Christian Pampel, Ilja Wiederschein (beide VfB Friedrichshafen) und Mark Siebeck (VV Leipzig) aufs Feld.

Das Team entschied die ersten beiden Sätze mit 25:22 und 25:20 problemlos für sich. Erst als Moculescu im dritten Satz die Ersatzspieler Marco Liefke, Frank Dehne, Vincent Lange (alle SCC Berlin) und Norbert Walter (Friedrichshafen) brachte, kamen die Slowenen stärker auf und bauten zwischenzeitlich ihre Führung auf bis zu acht Punkten (20:12) aus. Doch die deutsche Mannschaft kämpfte sich wieder heran und hatte sogar zwei Matchbälle, die sie jedoch nicht zu nutzen verstand, so dass die Gäste diesen Durchgang nach hartem Kampf mit 33:31 für sich entschieden.

Der vierte Satz verlief ausgeglichen und ging mit 23:25 knapp an die Slowenen. Im fünften Satz musste die deutsche Mannschaft einen Matchball beim Stande von 13:14 abwehren, ehe ihr doch noch der verdiente Sieg zum 16:14 gelang.

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