Volleyball : Ein Eisbad für müde BR Volleys

Istanbul, Moskau, Friedrichshafen und Rom. Die Spieler der Volleys vollziehen seit Wochen ein Mammutprogramm.

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Groß, größer, Fischer (links). Die BR Volleys mussten gegen Frankfurt über sich hinauswachsen.
Groß, größer, Fischer (links). Die BR Volleys mussten gegen Frankfurt über sich hinauswachsen.Foto: Imago

Vielleicht ist das Problem, dass der Tross der BR Volleys bei seinen Flügen in der Regel nicht in der Business-Class untergebracht ist. Kaum ein Spieler ist kleiner als zwei Meter, Kapitän Robert Kromm ist sogar 2,12 Meter groß. „Das Fliegen ist eine Belastung. Bei der Körpergröße unserer Spieler passt kaum einer in den Sitz“, sagt Oliver Miltner, Mannschaftsarzt des Volleyball-Bundesligisten.

Miltner ist in diesen Tagen viel beschäftigt. Die Volleys vollziehen seit Wochen ein Mammutprogramm. Ein Spiel folgt auf das nächste mit Stationen in Istanbul, Moskau, Friedrichshafen oder Rom.

Neben den vielen Reisen kommt hinzu, dass die Begegnungen in den vergangenen Wochen allesamt an die Substanz gingen, häufig spielten die Berliner über die vollen fünf Sätze. So auch am Donnerstag, als sie sich nach über zwei Stunden Spielzeit gegen die United Volleys Rhein-Main durchsetzten und sich damit für das Play-off-Finale gegen Friedrichshafen qualifizierten. „Das war sehr kräftezehrend“, sagte Kromm hinterher.

„Die Belastung ist hoch, wir haben kaum Pausen. Der Fokus liegt deshalb auf regenerativen Maßnahmen“, sagt Miltner. Wie diese konkret aussehen, ist unterschiedlich. Das berühmte Eisbad etwa wird von manchen Spielern sehr gerne genutzt, von anderen dagegen gar nicht. „Wir zwingen keinen zu bestimmten Maßnahmen. Zumal bei vielen Methoden in diesem Bereich keine super-evidenten Daten zur Wirksamkeit vorliegen“, erklärt Miltner.

Wichtig bei der Regeneration seien konventionelle Dinge wie viel Schlaf und gesunde Ernährung, sagt der Sportmediziner. „Das sind Kleinbausteine, die wir intensiv nutzen.“ Am Samstag aber haben die Volleys wohl ein paar schlaflose Stunden: Mit dem Flieger geht es nach Friedrichshafen.

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