Volleyball : Weniger Dummheiten gemacht

Volleyball: Köpenick siegt auch im zweiten Spiel

Karsten Doneck

Berlin - Anfang des zweiten Satzes verschärfte sich die ohnehin prekäre Personalsituation weiter. Jana Schumann war umgeknickt. Mit Verdacht auf Bänderriss schied die Mittelblockerin aus. Dem Volleyball-Bundesligisten Köpenicker SC verblieben im Heimspiel gegen den VC Wiesbaden nur noch sieben gesunde Spielerinnen. Genug immerhin, um die Wiesbadenerinnen sicher mit 3:0 (25:16, 25:19, 27:25) zu bezwingen. Es war im zweiten Saisonspiel der zweite Sieg der Köpenickerinnen. Wer den KSC jetzt aber schon als Spitzenteam sieht, dem hält Trainer Matthias Münz entgegen: „Eine Tendenz lässt sich zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht ablesen.“

Derlei prognostische Zurückhaltung hat ihren Grund. Es gibt bei den Köpenickerinnen noch ein paar Ungewissheiten. So saßen auf der Bank gegen Wiesbaden erstmals die beiden neu hinzugeholten Brasilianerinnen Sabrina Soares und Karina Ferreira. Zum Einsatz kamen sie allerdings nicht. „Es gibt noch Verständigungsprobleme“, sagte Münz. Soares und Ferreira sprechen weder Deutsch noch Englisch, sondern lediglich Portugiesisch. Erst ein einziges Mal haben sie nach ihrer Ankunft in Berlin am Donnerstag mit der Mannschaft trainiert. Matthias Münz konnte sich da noch kein rechtes Bild von ihnen machen. „Ich muss jetzt erst mal sehen, wo sie ihre Stärken und Schwächen haben“, sagt der Trainer.

Nicht ausgeschlossen also, dass der Köpenicker SC bald noch stärker auftrumpft, vielleicht ja schon am kommenden Wochenende im Bundesligaspiel bei NA Hamburg. Den Sieg am Freitagabend wollte Matthias Münz freilich nicht überbewerten. „Wiesbaden ist noch nicht eingespielt, bei denen fehlt es noch an Verständigung und Abstimmung“, sagte er. Und fand dann im direkten Vergleich beider Mannschaften doch noch ein sanftes Lob für die eigenen Spielerinnen: „Wir sind sicherer, machen nicht ganz so viele Dummheiten.“ Karsten Doneck

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