Sport : Vom Interimstrainer zum Vize-Weltmeister

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Die deutsche Nationalmannschaft verliert im letzten Vorrundenspiel der EM in Belgien und den Niederlanden 0:3 gegen Portugals BElf und scheidet aus. Nach dem Turnier tritt Teamchef Erich Ribbeck zurück. Als Übergangslösung wird zunächst Rudi Völler vorgestellt. Nach einem Jahr soll Christoph Daum übernehmen, doch der stürzt über eine Kokainaffäre. Rudi Völler bleibt Teamchef.

16. August 2000: Im ersten Spiel unter Völler gewinnt das Nationalteam in Hannover 4:1 gegen Spanien.

7. Oktober 2000: Mit dem 1:0-Sieg gegen England im Londoner Wembley-Stadion erfährt Völlers Karriere als Teamchef den ersten Höhepunkt. Mit Siegen gegen Griechenland und Finnland startet die deutsche Mannschaft in die Qualifikation zur WM 2002.

1. September 2001: In München verliert Deutschland 1:5 gegen England. Es ist die erste Niederlage in einem Pflichtspiel unter Völler.

14. November 2001: Im zweiten Relegationsspiel gegen die Ukraine gewinnt Deutschland 4:1 und qualifiziert sich für die WM in Japan und Südkorea.

30. Juni 2002: Erst der fünffache Weltmeister Brasilien stoppt im Finale der WM die deutsche Mannschaft. Der Vize-Weltmeister wird auf dem Frankfurter Römer von tausenden Fans gefeiert.

6. September 2003: Nach dem 0:0 in Reykjavik gegen Island rastet Völler im Interview bei ARD-Reporter Waldemar Hartmann aus. Der Teamchef greift vor allem die Kritiker Gerhard Delling und Günter Netzer an („Käse“, „Scheißdreck“, „Mist“). Unvergessen ist auch Völlers Angriff gegen Hartmann: „Du sitzt hier locker und in aller Ruhe und hast schon drei Weizenbier getrunken.“

28. April 2004: Das 1:5 gegen Rumänien in Bukarest sechs Wochen vor Beginn der EM in Portugal ist der Tiefpunkt in einer Reihe schwacher Leistungen des deutschen Teams.

24. Juni 2004: Völler tritt nach dem Ausscheiden der Deutschen bei der EM zurück. Unter ihm hat das Team 29 Mal gewonnen, 11 Mal unentschieden gespielt und 13 Mal verloren. Tsp

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