Vor dem Derby gegen die Netzhoppers : BR Volleys: Zwölf auf einem Level

Der Kader der BR Volleys ist in dieser Saison stark und ausgeglichen besetzt. Trainer Serniotti hat vor dem Spiel bei den Netzhoppers ein Luxusproblem.

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Große Gegenwehr. Die Berliner Steven Marshall, Graham Vigrass und Sebastian Kühner (von links) blocken Civitanovas Denys Kaliberda.
Große Gegenwehr. Die Berliner Steven Marshall, Graham Vigrass und Sebastian Kühner (von links) blocken Civitanovas Denys...Foto: dpa

So einfach wie in der vergangenen Saison ist die Aufgabe für Trainer Roberto Serniotti an diesem Samstag nicht, wenn seine BR Volleys zum Derby bei den Netzhoppers Königs Wusterhausen in Bestensee antreten (19 Uhr/live auf sportdeutschland.tv). In der vergangenen Saison musste der Italiener in der Regel nie lange überlegen, wen er aufstellen sollte: Er bot einfach seine Besten auf, und das waren genau sechs Spieler für die Startformation.

In dieser Spielzeit ist das anders, und es ist auch nicht so, dass man ihn deswegen bemitleiden müsste. Nach dem überraschenden 3:1 der Berliner am Dienstag in der Champions League gegen das italienische Spitzenteam Civitanova sagte er: „Ich bin glücklich, zwölf Spieler auf einem Level zu haben.“

Bislang funktionierte jede Aufstellung

Aus sechs sind also zwölf geworden, Serniotti hat immer die Wahl: Stellt er den verlässlichen Punktesammler Paul Carroll oder den formstarken Wouter ter Maat als Diagonalangreifer auf, bringt er den emotional mitreißenden Sebastian Kühner oder den spielerisch sehr talentierten Tsimafei Zhukouski als Zuspieler? Diese Fragen stellt sich Serniotti auch, was die restlichen Positionen betrifft. Und egal, wie er sich bislang entscheidet: Es funktioniert.

Die Volleys haben in dieser Saison mit Ausnahme der Supercup-Partie gegen Friedrichshafen jedes Spiel gewonnen, der Höhepunkt war der Erfolg gegen Civitanova. „Wir haben schon einen besonderen Kader“, sagt Manager Kaweh Niroomand. „Der Trainer nutzt die Tiefe im Kader inzwischen sehr gut.“ Dabei musste sich Serniotti erst einmal an die neue Situation gewöhnen. Er gilt als Trainer, der viel Wert auf Automatismen und eine eingespielte Mannschaft legt. Das führte in der Vorsaison mitunter zu Frust bei den Ersatzspielern. Das aber ist nun vorbei. Alle sind mittendrin.

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