• Vor dem Spitzenspiel gegen Wolfsburg: Die Eisbären sind gut drauf, nur der Manager ist verstimmt

Vor dem Spitzenspiel gegen Wolfsburg : Die Eisbären sind gut drauf, nur der Manager ist verstimmt

Am Freitag treffen die Eisbären vor eigenem Publikum auf den EHC Wolfsburg, doch immer noch beschäftigt sie die Trainerdiskussion.

Ron Ulrich
Wieder im Einsatz. Rob Zepp darf nach zwei Spielen Pause gegen Wolfsburg ins Eisbären-Tor.
Wieder im Einsatz. Rob Zepp darf nach zwei Spielen Pause gegen Wolfsburg ins Eisbären-Tor.Foto: Kitty Kleist-Heinrich

Die Stimmung ist besser als bei jedem Kegelklubausflug. Am Mittwoch drehten sich die Eisbären nach dem Training um ein Kamerastativ, um dann leicht aus dem Gleichgewicht mit dem Puck auf die Torhüter zuzuspurten. Am Donnerstag war das Gejohle ebenfalls groß, als Florian Busch eine Direktabnahme verwertete. Man merkt: Der Tabellenführer der Deutschen Eishockey-Liga aus Berlin fühlt sich wieder richtig gut.

„Wir genießen den Moment sehr“, sagt Kevin Nastiuk, obwohl der Goalie beim Spitzenspiel gegen den EHC Wolfsburg am Freitag (20.20 Uhr, O2-World) wieder Stammtorwart Rob Zepp weichen muss. „Er hat Rob sehr gut vertreten“, meint Coach Don Jackson, der den Luxus zweier herausragender Goalies hat. Dem kollegialen Umgang zwischen Nastiuk und Zepp kann die Konkurrenzsituation offenbar nichts anhaben. „Wir verstehen uns super. Wenn der eine auf der Bank sitzt, unterstützt er den anderen“, erzählt Nastiuk.

Unterstützung von der Bank und den Rängen können die Eisbären gebrauchen, denn mit den Wolfsburgern kommt ein starker Gegner nach Berlin. Die Niedersachsen haben bei zwei Spielen weniger nur einen Punkt Rückstand auf die Eisbären und zeichnen sich durch die beste Defensive der Liga aus. Der Vertrag mit Trainer Pavel Gross wurde jüngst bis zum Jahr 2012 verlängert. „Sie stehen nicht zu Unrecht da oben, das wird eine echte Herausforderung“, sagt Eisbären-Coach Don Jackson. Allerdings fehlt den Gästen verletzungsbedingt ihr bester Torschütze Ken Magowan wegen einer Knochenabsplitterung. Peter John Lee spricht von einem „Sechs-Punkte-Spiel“.

Der Berliner Manager hat aber auch noch Sorgen abseits des Sports. Im Zuge der Gerüchte um eine Verpflichtung von Larry Mitchell meldete sich Augsburgs Lothar Sigl zu Wort. Der Hauptgesellschafter der Panther wurde in Bezug auf die öffentliche Trainerdiskussion in der „Augsburger Allgemeinen“ deutlich: „Wenn Peter Lee mit seinem eigenen Trainer, den er täglich trifft, nicht in der Lage ist, ein Gespräch zu führen, dann muss er das auf seine Kappe nehmen.“

Reichlich verstimmt kommentierte Peter John Lee die Schuldzuweisung aus Augsburg: „Momentan denkt wohl jeder, er kann die Eisbären benutzen, um seinen Namen mal wieder in der Zeitung lesen zu können.“

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