Sport : Vorsicht Verwechslungsgefahr

Was ist verboten, was ist erlaubt, was ist nicht untersagt? Die Unsicherheiten bei den fünf deutschen Bewerbern für die Olympischen Spiele 2012 in Bezug auf Präsentation und Marketing soll nun das Nationale Olympische Komitee (NOK) beseitigen. Einen entsprechenden Fragen-Katalog erstellten die Vertreter von Leipzig, Stuttgart, Düsseldorf, Hamburg und Frankfurt/Main auf ihrem Treffen am Samstag in Leipzig. "Das war nötig, da einige Sachen aus unserer Sicht nicht eindeutig sind", sagte Dirk Thärichen, Geschäftsführer der Leipzig, Freistaat Sachsen und Partnerstädte GmbH.

Fragen zur Art und Weise der Präsentationsmöglichkeiten der einzelnen Bewerberstädte standen ganz oben auf der Tagesordnung. "Wichtig ist für uns, vom NOK klären zu lassen, wie wir im Bereich des Erlaubten auf uns aufmerksam machen können, um uns als Bewerber zu präsentieren, aber auch die Vision der Austragung der Olympischen Spiele 2012 in Deutschland allgemein zu verwirklichen", fasste Thärichen zusammen.

In dieser Hinsicht mussten die Leipziger Olympia-Macher bereits Lehrgeld zahlen. Das Bewerbungslogo der Messestadt, fünf Wolken im Stile der Olympischen Ringe, musste wegen Verwechslung mit den Original zurückgezogen werden. Auch eine wertvolle "Olympia in Leipzig"-Medaille aus der Meißner Porzellan-Manufaktur mit den "Ringe-Wolken" wurde aus dem Handel genommen.

"Um solchen Problematiken aus dem Weg zu gehen, soll zum Beispiel geklärt werden, welches Logo wir verwenden und wo wir uns präsentieren dürfen", sagte Thärichen. Außerdem hätten sich aus den Regeln des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) und des NOK Unklarheiten zur Bewerbung ergeben, die das NOK zur weiteren Konkretisierung der Ausschreibung beantworten soll.

Einigkeit herrscht beim Kandidaten-Quintett darüber, im nächsten Jahr die vom NOK ausgewählte Stadt und den Segelstandort zu unterstützen. "Wenn die Entscheidung gefallen ist, werden die restlichen vier Bewerber den Sieger nach allen Kräften unterstützen", bekräftigte Thärichen den Konsens, der auch mit Vertretern der möglichen Segelstandorte Lübeck, Rostock, Kiel, Cuxhaven und Stralsund getroffen wurde.

Zudem einigten sich die Bewerber darauf, die Ausrichtung von sportlichen Großereignissen untereinander zu koordinieren. "Somit wollen wir nationale und internationale Top-Events in Bewerberregionen holen. In gemeinsamen Gesprächen soll abgewogen werden, wo es am meisten Sinn macht, vor allem für die Entwicklung des Sports", erklärte Thärichen.

Die Konferenz geht auf einen gemeinsamen Beschluss aller nationalen Bewerber vom Januar diesen Jahres zurück. Demnach sollen in regelmäßigen Abständen offene Fragen untereinander geklärt werden. Das nächste Treffen der zehn Städte ist im April in Hamburg vorgesehen.

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