Sport : Vorsichtig plant Toppmöller die Sensation

Die Turbulenzen bei der Landung des Flugzeugs in La Coruña mussten die Fußball-Profis von Bayer 04 Leverkusen nicht mehr wachrütteln. "Sie haben einen unbändigen Siegeswillen und wollen sich in diesem Jahr beweisen", sagte Trainer Klaus Toppmöller vor dem Zwischenrunden-Finale der Champions League am heutigen Mittwoch (20 Uhr 45/live in RTL) bei Deportivo La Coruña. Dass der spanische Pokalsieger in der Gruppe D bereits für das Viertelfinale qualifiziert ist, wertet Toppmöller als Chance: "Dies ist ein psychologischer Vorteil. Wir haben mehr Biss als der Gegner."

Möglicherweise irrt der Leverkusener Trainer in diesem Punkt. Denn Deportivos Trainer Javier Irureta will dem Bundesligisten kein Gastgeschenk machen: "Wir wollen auf jeden Fall Gruppensieger werden." Schließlich wird der Gruppen-Erste in der Runde der letzten acht auf vermeintlich schwächere Gegner treffen. Allerdings zeichnet sich ab, dass Irureta seine Mannschaft im Vergleich zum 3:1 im Meisterschaftsspiel bei Osasuna auf bis zu acht Positionen verändert.

Dass die Aufgabe gegen die Nordspanier knifflig ist, weiß auch Leverkusens Regisseur und Torjäger Michael Ballack: "La Coruña ist zu Hause in der Champions League ungeschlagen, das sagt alles." Deswegen will Toppmöller seine Spieler auch nicht munter drauf los stürmen lassen. Der Trainer spielt ernsthaft mit dem Gedanken, zum ersten Mal in dieser Saison nur einen Stürmer aufzubieten. "Wir wollen kontrolliert angreifen, ein Tor schießen wir immer", sagt Toppmöller und erinnert daran, dass seine Mannschaft die Spanier beim 3:0-Heimsieg "klar beherrscht" habe. Einen Tag vor dem Spiel hatte er sich noch nicht entschieden, wen er denn nun im Angriff aufbieten soll: den Bulgaren Dimitar Berbatow oder den wiedergenesenen Oliver Neuville. Falls der Einzug ins Viertelfinale gelingt, wäre das für Toppmöller so etwas wie ein Wunder vom Rhein. "Wir haben das Pokalfinale erreicht, sind Tabellenführer und wären dann auch noch Champions-League-Viertelfinalist. Also, wenn das kein Wunder ist."

0 Kommentare

Neuester Kommentar