Sport : Vorteil Europa

Benedikt Voigt

Was hat der amerikanische Basketballverband nicht alles versucht. Hat in Jerry Colangelo einen der erfahrensten Manager der NBA ein Konzept ausarbeiten lassen. Hat in Mike Krzyzewski einen der erfolgreichsten Trainer angeheuert. Hat ihm in LeBron James, Dwyane Wade und Carmelo Anthony drei Superstars zur Verfügung gestellt und daneben auch viele wichtige Rollenspieler gestellt. Es hilft nichts. Nach Platz sechs bei der WM 2002 und Platz drei bei Olympia 2004 wird das US- Team bei dieser WM erneut nicht einen der ersten beiden Plätze belegen. Nach der Niederlage gegen Griechenland suchen die Verantwortlichen die Schuld mal wieder bei den unterschiedlichen internationalen Regeln. Doch in der vergangenen Saison hat Maccabi Tel Aviv auch ein Vorbereitungsspiel beim NBA-Klub Toronto Raptors gewonnen. Nach NBA-Regeln.

Es vielleicht eher so: Basketball ist ein Mannschaftssport. Die europäischen Teams sind besser eingespielt als die US- Amerikaner, sie kennen sich teils schon aus Jugendnationalmannschaften. Diesen Vorteil konnten die individuell immer noch besseren, aber nicht mehr so deutlich überlegenen Amerikaner in den letzten Jahren nicht mehr wettmachen. Das haben die Amerikaner erkannt. Sie werden in Peking 2008 fast das gleiche Team aufbieten, das gestern eine Enttäuschung erlebt hat. Und nun etwas gutzumachen hat. Das könnte der richtige Weg sein.

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