Während des Lokalderbys : Drei Männer wollten bei Union einbrechen

Angeblich hatten sie nicht genug Geld für eine Eintrittskarte zum Derby: Drei junge Männer wollten am Montagabend in die Geschäftsstelle des 1. FC Union einbrechen. Ein ziemlich aussichtsloses Unterfangen.

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In der Geschäftsstelle von Union einbrechen? Keine gute Idee bei einem so massiven Polizeiaufgebot. Foto: dapd
In der Geschäftsstelle von Union einbrechen? Keine gute Idee bei einem so massiven Polizeiaufgebot.Foto: dapd

Fünf Minuten nach dem Anpfiff des Lokalderbys zwischen dem 1. FC Union und Hertha BSC versuchten drei junge Männer am Montagabend in die Geschäftsstelle von Union einzubrechen. Eine ziemlich aussichtsloses Unterfangen, angesichts von 500 Berliner Polizisten und einigen hundert der Bundespolizei, die am Stadion eingesetzt waren. Angesichts der geringen Alkoholisierung der Täter wollte die Polizei noch nicht einmal von einer Schnapsidee sprechen.

Nach Angaben des Präsidiums  hatten sich zwei zu einer Räuberleiter aufgestellt, um in ein Fenster einzusteigen. Das Fenster öffnete aber nicht. Der dritte stand derweil daneben. Natürlich wurde das gesehen und natürlich dauerte es nicht lange, bis die ersten Polizisten da waren. Einem gelang die Flucht, der 17-jährige Flurim M. und der 19-jährige Marco B. wurden festgenommen. Ihr Alkoholwert war für einen Fußballfan zu Spielbeginn eher niedrig; sie pusteten sich auf 0,4 und 0,5 Promille. Der Polizei erzählten sie später treuherzig, nicht genug Geld für eine Eintrittskarte gehabt zu haben.

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Union gegen Hertha in Bildern
Diesmal jubelt Blau-Weiß. Im dritten Pflichtspielderby gegen den 1. FC Union siegt erstmals Hertha BSC. Foto: dapdWeitere Bilder anzeigen
1 von 19Foto: dapd
04.09.2012 09:07Diesmal jubelt Blau-Weiß. Im dritten Pflichtspielderby gegen den 1. FC Union siegt erstmals Hertha BSC.

Da sie als Fußballfans gewusst haben dürften, dass das Spiel selbstverständlich ausverkauft ist, blieb unklar, was sie wollten. „Vielleicht den Generalschlüssel fürs Stadion“, spottete ein Beamter im Präsidium. Einer der Festgenommenen outet sich auf seiner Facebook-Seite als Bayern-Fan und als Anhänger der Ultra-Bewegung „Pyrotechnik ist kein Verbrechen“.

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