Wegen Schmähplakat : DFB ermittelt gegen den 1. FC Union

Schlechte Stimmung in der Alten Försterei: Der DFB ermittelt gegen den 1. FC Union, weil Fans der Köpenicker im Derby gegen Hertha ein Schmähplakat zeigten - mit nicht zu missverstehender Wortwahl.

Vulgärer Imperativ: Schon im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt in der vergangenen Saison zeigten die Union-Fans deutlich, was sie von der DFB-Entscheidung halten, den Frankfurter Fans zu verbieten, ins Stadion zu kommen.
Vulgärer Imperativ: Schon im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt in der vergangenen Saison zeigten die Union-Fans deutlich, was...Foto: dpa

Dem Fußball-Zweitligisten 1. FC Union Berlin droht nach der 1:2-Niederlage gegen Hertha BSC ein juristisches Nachspiel. Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) forderte den Verein zu einer schriftlichen Stellungnahme auf, wie ein Union-Sprecher am Montag bestätigte. Grund ist ein im Zuschauerbereich von Union-Fans hochgehaltenes Schmähplakat gegen den DFB. „Wir werden alles daran setzen, die verantwortlichen Personen zu identifizieren. Wer auf diese Weise dem Verein schadet, muss mit ernsthaften Konsequenzen rechnen“, erklärte Union-Präsident Dirk Zingler.

Union hatte bereits am Freitag auf seiner offiziellen Webseite das Transparent „mit beleidigendem Inhalt gegenüber dem Deutschen Fußball-Bund“ verurteilt und sich offiziell beim DFB entschuldigt. „Wir haben uns in den letzten Wochen sehr stark für einen Dialog auf Augenhöhe zwischen Verbänden, Vereinen und Fans eingesetzt. Voraussetzung für jeden Dialog ist gegenseitiger Respekt. Die Beleidigung von Dialogpartnern entzieht jeder Kommunikation die Grundlage und ist nicht hinnehmbar“, wurde Zingler zitiert.

Das Transparent war auch schon am 26. März 2012 beim Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt (0:4) auf der Waldseite im Stadion An der Alten Försterei hochgehalten worden. Damals hatten sich Union-Anhänger mit Gäste-Fans solidarisiert, die nach Ausschreitungen laut DFB-Urteil eigentlich vom Spiel ausgeschlossen waren. Dennoch waren mehrere Hundert Fans aus Frankfurt zum Spiel nach Berlin gekommen. (dpa)

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