Sport : Wenig Freude am ersten Punkt

1. FC Köln – 1. FC Kaiserslautern 1:1

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Foto: dapd
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Köln - Gemessen daran, was zuletzt auf ihn eingeprasselt ist, hat Stale Solbakken auch gestern einen entspannten Eindruck gemacht. Die meiste Zeit stand der Trainer des 1. FC Köln an der Seitenlinie, die Arme vor der Brust verschränkt, den Blick aufs Feld gerichtet. Fünf Minuten nach der Pause aber zeigte der Norweger plötzlich ein anderes Gesicht. Er sprang von seinem Stuhl auf und trat mit Schwung gegen eine Trinkflasche, so dass es bis auf die Tribüne spritzte. Mato Jajalo hatte den Ball gerade frei vor Kaiserslauterns Torhüter Kevin Trapp am Tor vorbei geschoben. Auch wegen solcher Nachlässigkeiten hielt sich die Freude bei den Kölnern nach dem ersten Punktgewinn dieser Saison in Grenzen. „Ein Punkt in drei Spielen ist nicht gut“, sagte Solbakken nach dem 1:1 (1:1) gegen den 1. FC Köln. „Aber wir gehen in die richtige Richtung.“

Der Norweger erlebt gerade schwere Zeiten. Vor dem Duell des Letzten der Fußball-Bundesliga gegen den Vorletzten hatten sich Michael Rensing (Knieprobleme) und Lukas Podolski (Fieber) abgemeldet, und kaum lief das Spiel, kam es noch ärger. Schon nach fünf Minuten musste Christian Eichner mit einer blutenden Wunde am Kopf ausgewechselt werden. Aber an Rückschläge sind die Kölner inzwischen gewohnt. Nicht immer haben sie sie so leicht weggesteckt wie gestern Mitte der ersten Halbzeit. Nur zwei Minuten nachdem Ivo Ilicevic die Gäste in Führung geschossen hatten, traf Jajalo mit einem Volleyschuss ins lange Eck zum 1:1.

Das Spiel protzte nicht gerade mit fußballerischer Qualität, war aber zumindest hart umkämpft. Den Kölnern unterliefen zu viele Fehler, die Konterversuche der Lauterer blieben oft im Ansatz stecken. Die Kölner gingen angesichts ihrer schwierigen Situation zu fahrlässig mit ihren Möglichkeiten um. „Wir müssen hinter das Ergebnis gucken“, sagte Kölns Trainer Stolbakken. Dahinter nämlich hatte er im Vergleich zu den beiden ersten Spielen immerhin eine überzeugende kämpferische Leistung entdeckt. Stefan Hermanns

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