Sport : Werder Bremen: Nur 0:0 gegen Bordeaux: Ernüchterung statt eines Wunders

Ernüchterung statt Wunder an der Weser. Werder Bremen ist mit einem torlosen Unentschieden gegen Girondins Bordeaux aus dem Uefa-Cup ausgeschieden. Wohl kaum jemand hatte nach dem 1:4 im Hinspiel daran geglaubt, dass der Fußball-Bundesligist im heimischen Weserstadion den Spieß umdrehen könnte. Gegen die Franzosen blieben bei nasskaltem Wetter alle Versuche ohne Erfolg.

Den Bremern fehlten nicht nur die gesperrten Ailton und Frings, "uns fehlte in der stürmischen Anfangsphase auch das Glück" (Werder-Chef Jürgen Born). Wie seine Präsidiumskollegen hatte er das Unheil schon nach dem völlig misslungenen Hinspiel kommen sehen. Nach dem nationalen Pokal sind die Bremer damit aus dem zweiten Wettbewerb ausgeschieden, in dem sie rund sechs Millionen Mark eingenommen haben. Möglicherweise müssen sie sich nun auf eine längere Europapokal-Abstinenz einstellen. Denn auch in der Bundesliga sind für den Zwölften die Tabellenränge, die zur Teilnahme am europäischen Millionen-Geschäft berechtigen, in weiter Ferne.

"Am Anfang haben wir Pech gehabt, am Ende fehlte uns auch die Kraft", sagte der überragende Bremer, Torhüter Rost. Sein Kollege Bode sah es ebenso: "Leider ist uns in der ersten guten Phase kein Tor gelungen. Das hätte uns beflügelt." Und Mittelfeldregisseur Herzog meinte: "Wir haben einen Haufen Probleme, das hat man gesehen." Welches die Probleme sind, verriet der Österreicher nicht. Bei den Gastgebern fehlte auch Verteidiger Barten, der sich im Training die rechte Hand gebrochen hat. Gut zehn Minuten nach der Pause verabschiedete sich Bremens Urgestein Eilts, der seit Monaten unter Knieproblemen leidet.

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