Sport : WIE GEHT’S EIGENTLICH …? … EIKE IMMEL (49)

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Interview: Lucas Vogelsang

Herr Immel, wo erwischen wir Sie gerade?

Bei mir zu Hause in Dortmund. Ich bereite mich auf meine Hüftoperation vor, die ich jahrelang vor mir hergeschoben habe. Keine Ahnung, warum. Aber ich möchte wieder im Fußball arbeiten, weil ich das am besten kann, und dazu muss ich wieder hundertprozentig gesund sein. Deshalb werde ich jetzt bald in Köln operiert.

Sie leiden an Hüftarthrose. Das hat auch dazu geführt, dass Sie nicht mehr als Torwarttrainer arbeiten konnten. War das auch ein Grund für die finanziellen Schwierigkeiten, mit denen Sie in den vergangenen Jahren zu kämpfen hatten?

Nein, das war sicherlich nicht so. Meine finanziellen Schwierigkeiten sind früher zustande gekommen. Durch persönliche Fehler, durch Bauherrenmodelle und Immobilieninvestitionen, die nicht gegriffen haben, oder Frauen, die relativ viel Geld gekostet haben. Ich war immer voll dabei und habe mir selbst viel geschadet im Leben.

Sind Sie auch deshalb 2008 ins Dschungelcamp gegangen?

Ich bin natürlich auch ins Dschungelcamp gegangen, um Gläubiger zu bezahlen. Zu dieser Zeit hatte ich eineinhalb Jahre keinen Job. Und es gibt nichts Schlimmeres, als den ganzen Tag auf dem Sofa zu sitzen und auf etwas zu warten, das nicht passiert. Dann kam dieses Angebot und ich habe zugesagt. Ich bereue es nicht, ins Dschungelcamp gegangen zu sein. Es war eine gute Erfahrung und ich hatte eine tolle Zeit in Australien.

Am Sonntag treffen Borussia Dortmund und Bayern München aufeinander. 1978 haben Sie als 17-Jähriger für den BVB gegen die Bayern debütiert. Welche Erinnerung aus diesem Spiel ist haften geblieben?

Ich sehe eine ganze Reihe toller Paraden vor meinem geistigen Auge. Aber richtig haften geblieben ist bei mir, dass das Stadion nach dem Abpfiff minutenlang meinen Namen gerufen hat. Aber es war natürlich auch ein sensationelles Debüt. An dem Tag war ich einfach Weltklasse, und das mit 17.

Was ist das Besondere an dem Duell BVB gegen Bayern?

Die Bayern zu schlagen war immer fast so schön wie ein Sieg gegen Schalke, weil sie in Deutschland eben das Maß aller Dinge sind. Ich bin aber immer gut mit den Münchnern ausgekommen. Wenn ich bei der Nationalelf war, hab ich fast nur mit Breitner, Rummenigge oder Dieter Hoeneß zu tun gehabt. Die Kerle waren unheimlich in Ordnung.

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