Sport : Wie in der Ersten Liga

7868 Fans feiern mit den Füchsen Berlin den Aufstieg

Hartmut Moheit

Berlin - Ein wenig ärgerte sich Petr Stochl dann doch. Längst hatten die 7868 Zuschauer in der Max-Schmeling-Halle nach dem 32:28 (18:10)-Sieg der Füchse Berlin gegen die Ahlener SG den Abgesang auf die Zweite Bundesliga angestimmt, da beschwerte sich der Füchse- Torhüter: „Schade, dass mein Bruder in der zweiten Halbzeit nicht mehr im Ahlener Tor stand, ihm hätte ich gern noch ein Ding reingeworfen.“ Ein solcher Treffer über das ganze Spielfeld und seinen Bruder Jan hinweg ins Tor wäre die Krönung gewesen. Zweimal war ein solcher Treffer dem Füchse-Schlussmann in dieser Saison bereits gelungen.

Aber auch ohne diesen Höhepunkt bot der Aufsteiger in die Erste Handball-Bundesliga vor allem in der ersten Halbzeit eine Top-Leistung. Allen voran Petr Stochl, der die Fans mit unglaublichen 17 Paraden immer wieder von den Sitzen riss. „Bei dieser Stimmung in der Halle war ein Austrudeln gar nicht möglich. Das war ein Vorgeschmack auf die nächste Saison“, sagte der Österreicher Konrad Wilczynski, der im Angriff der Gegenpart zu Stochl war. Mit elf teilweise außergewöhnlichen Treffern schraubte er seine Saisonquote auf 237 Tore in 33 Spielen. Dass in der zweiten Halbzeit die Zehn-Tore-Führung (20:10/32. Minute) der Füchse zusammenschrumpfte, störte niemanden mehr.

Vor dem Spiel wurden Martin Matas, Pavel Prokopec und Mindaugas Veta aus dem Team verabschiedet, ein Trio, das mit seinen Treffern in guter Erinnerung bleiben wird. In Erinnerung wird aber auch bleiben, dass gegen Ahlen mit Martin Murawski und Gabor Langhans zwei Berliner Junioren spielten und zu Treffern kamen. „Wir sind eine Berliner Mannschaft, und dieser Berliner Aspekt wird uns auch zukünftig sehr wichtig sein“, sagte Manager Bob Hanning. Und auch das: „Zukünftig empfangen wir einen Großteil der weltbesten Handballer in der Stadt, wer hätte das vor zwei Jahren wirklich geglaubt?“

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