WM 2010 : Südafrikas Tourismus-Branche zeigt Fifa die Rote Karte

Seit Monaten wird darüber diskutiert, dass die Stadien nicht pünktlich fertig werden. Jetzt bahnt sich ein weiterer Skandal um die WM 2010 an. Die südafrikanische Hotelbranche ist über die Vertragsbedingungen der Fifa empört und zieht sich aus dem Vorbereitungsgremium zurück.

Zakumi
Zakumi, das Maskottchen für die WM 2010, hat noch gut lachen. -Foto: ddp

JohannesburgDas südafrikanische Tourismus-Büro SA Tourism hat dem Welt-Fußballverband (Fifa) nach Informationen der Zeitung "Business Day" die Rote Karte gezeigt. SA Tourism habe sich unter Protest aus dem Berater-Gremium des für die Bereitstellung von Unterkünften bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika zuständigen FIFA-Ablegers Match zurückgezogen. Ursache seien zahlreiche Beschwerden von Hotel- und Pensions-Besitzern über unzumutbare Vertragsbedingungen.

SA Tourism-Geschäftsführer Moeketsi Mosola erklärte unter dem Applaus der Delegierten auf einer nationalen Tourismuskonferenz in Johannesburg, dass guter Service nicht zum Nulltarif zu haben sei. Während große Hotelketten günstige Konditionen aushandeln könnten, gerieten vor allem die unabhängigen Hotels und Pensionen unter Druck. Bis Mai dieses Jahres hatte sich Match 35.000 Hotelbetten für die WM-Endrunde in zwei Jahren gesichert. Es stimme nicht, dass Südafrika nicht genügend Unterkünfte habe, sagte Mosola. "Wir haben 100.000 zugelassene Unterkünfte, während Match nur 55.000 benötigt." (ml/dpa)

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