• WM 2014 - Viertelfinale Deutschland - Frankreich: Bundestrainer Joachim Löw gibt sich tiefenentspannt und siegessicher

WM 2014 - Viertelfinale Deutschland - Frankreich : Bundestrainer Joachim Löw gibt sich tiefenentspannt und siegessicher

"Wir werden unter die letzten Vier" kommen, sagt Joachim Löw vor dem Spiel gegen Frankreich. Der Gegner rechnet sich aber ebenfalls gute Chancen aus. Bleibt die Frage nach Philipp Lahm. Der Tag im WM-Blog.

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Teambesprechung auf dem Rasen. Joachim Löw kann gegen Frankreich wohl aus dem Vollen schöpfen.
Teambesprechung auf dem Rasen. Joachim Löw kann gegen Frankreich wohl aus dem Vollen schöpfen.Foto: AFP

22.45 Uhr: Für heute verabschieden wir uns vom WM-Blog. Und das noch mit einem Tweet vom DFB-Team (siehe unten). Am Freitag sind wir dann wieder von früh bis spät für Sie da und stimmen Sie auf die Spiele Deutschland gegen Frankreich und danach Brasilien gegen Kolumbien ein. Bis dahin eine gute Nacht!

22.00 Uhr: Nicht nur Per Mertesacker hat es mit den Reportern nicht leicht. Brasiliens Trainer Luiz Felipe Scolari wetterte am Donnerstag gegenüber den Journalisten "Ich sehe, was ihr schreibt. Das sind Unwahrheiten. Unwahrheiten!". Und weiter: "Ich mache, was ich will. Und wer es nicht versteht - der fahre zur Hölle". Am Freitag spielt Brasilien gegen Kolumbien im Viertelfinale - der WM-Gastgeber steht dabei wieder unter großem Druck.

Zum Spiel äußerte sich Scolari dann auch noch: "Mit Kolumbien gibt es keinen Krieg. Unsere Kriege sind gegen Chile, Uruguay, Argentinien. Unsere Spiele gegen Kolumbien sind heitere Spiele, mit Kraft und Energie ausgetragen. Aber da gibt es nicht diese Rivalität." Mal sehen, wie das dann morgen auf dem Platz aussieht. Klingt ein bisschen nach Freundschaftsspiel.

21.25 Uhr: Toni Kroos zu Real Madrid? Spanische Zeitungen haben das schon als perfekt gemeldet, der deutsche Nationalspieler selbst, dementierte am Freitag allerdings eine Einigung. "Es ist nichts entschieden. Und während der WM wird auch nichts passieren. Ich kann nicht bestätigen, dass irgendetwas perfekt ist", sagte der Mittelfeldspieler des FC Bayern München.

21.10 Uhr: Joachim Löw glaubt an einen Sieg gegen Frankreich. "Wir sind gut vorbereitet, wir sind siegessicher, wir brennen auf dieses Spiel", sagte der Bundestrainer am Donnerstag nach dem Abschlusstraining in Rio. "Ich bin völlig tiefenentspannt, das können sie mir abnehmen. Wir sind unter den letzten Acht und wir werden morgen unter die letzten Vier kommen, und dann sehen wir weiter", meinte Löw, der am Freitag auch wieder auf Mats Hummels setzen kann. "Mats Hummels kann auf jeden Fall morgen auflaufen. Sein Zustand hat sich verbessert." Ob Kapitän Philipp Lahm im Duell mit den Franzosen im Mittelfeld oder als Verteidiger zum Einsatz kommt, ließ Löw offen. "Es gibt nie Entscheidungen, die für ewig zementiert sind."

20.50 Uhr: Über die Torhüterleistungen wurde bei dieser WM schon viel diskutiert. Ob Guillermo Ochoa, Tim Howard, Keylor Navas - oder natürlich Manuel Neuer. Unsere Kolumnistin Monica Lierhaus glaubt sogar, dass das Turnier im Tor entschieden wird. Und deshalb gibt sie der deutschen Elf gute Chancen. Lesen Sie die aktuelle Lierhaus-Kolumne hier.

20.15 Uhr: Neues von der deutschen Elf: Bis auf den verletzten Shkodran Mustafi konnten heute alle zur Verfügung stehenden Spieler trainieren. Mats Hummels, der im Achtelfinale gegen Algerien krank gefehlt hatte, stand im Estádio do Maracanã ebenso mit auf dem Platz wie Christoph Kramer. Der Gladbacher musste am Mittwoch noch wegen Schüttelfrosts pausieren. Die sieben Akteure, die Joachim Löw am Vortag als "leicht grippeerkrankt" bezeichnet hatte, waren allesamt dabei.

19.55 Uhr: Frankreichs Trainer Didier Deschamps rechnet mit einem Einsatz des deutschen Kapitäns Philipp Lahm im Mittelfeld. "Ich weiß, dass die deutschen Medien wollen, dass er als rechter Verteidiger spielt", sagte Deschamps am Donnerstag. Für seine Mannschaft spiele die taktische Entscheidung keine Rolle. "Wer gegen ihn spielt, wird seine Qualitäten bekämpfen müssen. Er kann alles", erklärte Deschamps.

In der französischen Heimat ist die Zuversicht indes groß. In einer Online-Umfrage der Zeitung "Le Parisien" äußerten 60 Prozent der Leser die Überzeugung, dass Frankreich in Brasilien nicht nur Deutschland in die Knie zwingt, sondern auch den zweiten Titel nach 1998 holt. Nach Angaben des führenden französischen Anbieters von Sportwetten PMU setzten sogar 75 Prozent ihr Geld darauf, dass Frankreich Deutschland schon nach 90 Minuten auf die Heimreise schickt.

19.20 Uhr: Die WM ist natürlich auch in Brasilien ein Fest für die Fans. Wer nicht ins Stadion kann, schaut die Spiele beim Public Viewing. Dabei muss das offizielle Angebot der Fifa nicht immer das beste sein. Unser Autor Lucas Vogelsang hat sich an der Copacabana von Rio umgesehen, wo es ein Fanfest hinter dem Fanfest gibt. Seinen Beitrag lesen Sie hier.

18.40 Uhr: Wie erwartet hat Uruguays Fußball-Verband Einspruch gegen die Strafe gegen Luis Suárez eingereicht Sollte die Sperre für neun Pflicht-Länderspiele bestehen bleiben, wäre der 27-Jährige nicht nur für die komplette Copa América 2015 gesperrt, sondern würde auch mindestens in den ersten beiden Qualifikationsspielen Uruguays zur WM 2018 fehlen.

18.30 Uhr: Auch das gibt es: Die FIFA kritisiert FIFA! Nach mehreren ungeahndeten Rassismus-Vorfällen bei der WM hat der Chef der FIFA-Anti-Diskriminierungs-Arbeitsgruppe Entscheidungen der Disziplinarkommission des Weltverbandes kritisiert, berichtet dpa. "Viele Menschen zählen auf uns, und alles was ich will, ist Gleichheit, Menschen sind für den Wunsch nach Gleichheit gestorben. Aber es ist offensichtlich, dass es einen Unterschied gibt, zwischen dem, was wir in der Task Force als Rassismus betrachten und dem, was das Disziplinarkomitee als Rassismus und Diskriminierung ansieht", sagte der FIFA-Topfunktionär Jeffrey Webb am Donnerstag in Rio de Janeiro.

Die FIFA-Kommission hatte mexikanische Fans vom Vorwurf homophober Gesänge freigesprochen. Ermittlungen gegen die Verbände Russlands und Kroatiens wurden nicht aufgenommen, obwohl Fans Transparente mit Nazi-Symbolen in den Stadien aufgehängt hatten. Diese Vorfälle hatte die Fan-Organisation FARE, mit der die UEFA kooperiert, angemahnt.

Der Vorsitzende der Disziplinarkommission, Claudio Sulser, verteidigte die Entscheidungen. Aus juristischer Sicht sei es nicht möglich gewesen, die Vergehen bestimmten Personen zuordnen zu können. Durch die Gesänge der Mexikaner sei kein einzelner Spieler konkret beleidigt worden.

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