WM-Qualifikation : Österreich schlägt Schweden

Die österreichische Fußballnationalmannschaft kann sich nach dem 2:1 gegen Schweden weiter auf die WM 2014 hoffen. Bosnien-Herzegowina ist der ersten WM-Teilnahme seiner Verbandsgeschichte sehr nahe gekommen. Die Spiele vom Freitag im Überblick.

Österreichs Freud', Zlatans Leid. Superstar Ibrahimovic muss sich mit seinen Schweden geschlagen geben.
Österreichs Freud', Zlatans Leid. Superstar Ibrahimovic muss sich mit seinen Schweden geschlagen geben.Foto: AFP

Österreich bleibt erster Verfolger der deutschen Fußball-Nationalmannschaft auf dem Weg zur WM 2014 in Brasilien. Das Austria-Team gewann am Freitag in Wien mit 2:1 gegen Schweden und festigte in der Gruppe C mit elf Punkten Platz zwei hinter der diesmal spielfreien DFB-Auswahl (16). Die Skandinavier fielen mit acht Zählern auf Rang vier hinter Irland (11) zurück, das die Färöer mit 3:0 bezwang. Schweden kann am Dienstag mit einem Heimsieg gegen die Insel-Kicker vor der Sommerpause auch noch auf elf Punkte kommen.

Ein Elfmetertor von Bayern-Abwehrspieler David Alaba (26. Minute) und der Treffer von Marc Janko (32.) lassen die Österreicher weiter von der ersten WM-Teilnahme seit 1998 träumen. Johan Elmander (82.) gelang nur noch der Anschluss. In Dublin machte der neue irische Rekord-Nationalspieler Robbie Keane mit drei Toren (5./56./81.) den Erfolg gegen den Außenseiter aus dem Nordatlantik perfekt.

Der vierfache Weltmeister Italien hielt durch ein torloses Unentschieden in Prag gegen Tschechien Kurs auf die Endrunde im kommenden Jahr. Nach einer Gelb-Roten Karte für Mario Balotelli (72.) überzeugte bei der Generalprobe für den in einer Woche beginnenden Confederations Cup vor allem die Abwehr der Azzurri, die mit 14 Zählern Platz eins in der Gruppe B festigten.

Eine mögliche Vorentscheidung im Kampf um das WM-Ticket vergab Montenegro in der Gruppe H mit dem 0:4 gegen die Ukraine. Denis Garmasch (52.), Jewgeni Konopljanka (77.), Artem Fedetsky (85.) und Roman Bezus (90.) machten die Überraschung in Podgorica perfekt.

Montenegro (14) verpasste damit die Chance, sich von Verfolger England (12) abzusetzen. Auch die Ukrainer (11) wittern nun wieder ihre Chance. Polen (9) ist nach dem 1:1 in Moldau wohl aus dem WM-Rennen. Das Tor von BVB-Profi Jakub Blaszczykowski (7.) reichte in Chisinau nicht zum Sieg.

Bosnien-Herzegowina kam der ersten WM-Teilnahme ein großes Stück näher. Die Elf vom Balkan gewann in Riga mit 5:0 gegen Lettland und baute mit 16 Punkten ihre Führung in der Gruppe G weiter aus. Unter den Torschützen waren auch Bundesliga-Profi Vedad Ibisevic vom VfB Stuttgart und der frühere Wolfsburger Edin Dzeko. Griechenland (13) behauptete den zweiten Rang durch einen 1:0-Sieg in Vilnius gegen Litauen. Dagegen erhielten die WM-Ambitionen der Slowakei (9) durch das blamable 1:1 in Vaduz gegen Liechtenstein einen empfindlichen Dämpfer.

In der Gruppe A feierte Belgien mit dem 2:1 gegen Serbien einen wichtigen Sieg. Der von mehreren Clubs umworbene Bremer Profi Kevin De Bruyne (13.) hielt die Belgier mit seinem Führungstor in Brüssel auf WM-Kurs. Mit 19 Punkten setzten sich die „Roten Teufel“ von Kroatien (16) ab, das in Zagreb eine überraschende 0:1-Heimniederlage gegen Schottland kassierte. Albanien verpasste mit dem 1:1 gegen Norwegen die Chance, die Schweiz vorerst als Spitzenreiter der Gruppe E abzulösen. Die Eidgenossen bestreiten ihre Partie gegen Zypern erst an diesem Samstag.

In der Gruppe F gab es für den früheren Bundestrainer Berti Vogts eine weitere Enttäuschung. Die von ihm trainierten Aserbaidschaner kamen gegen Luxemburg nicht über ein 1:1 hinaus und verpassten auch im siebten Spiel den ersten Sieg in der WM-Ausscheidung für 2014.

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