Sport : WM: Rückschläge für Ruderer

Bundestrainer Buschbacher muss zudem vor Gericht

Cambridge/Neuseeland ­ Nach dem erfreulichen Start in die Weltmeisterschaft hat die deutsche Ruderflotte in Lake Karapiro erste Rückschläge erlitten. Zudem droht Cheftrainer Hartmut Buschbacher eine Auseinandersetzung mit den neuseeländischen Behörden. Der 52-Jährige war von der Polizei angehalten worden und hatte es abgelehnt, eine Blutprobe abzugeben. Das berichtete die Zeitung „Waikato Times“. Ein Sprecher des Deutschen Ruderverbandes (DRV) bestätigte die Angaben. Buschbacher muss nun vor Gericht erscheinen, der Gerichtstermin ist für kommenden Montag anberaumt. Bis dahin will der Verband keine Stellungnahme abgeben. Buschbacher war in der Nacht zu Dienstag in der Nähe der Wettkampfstätte am Karapiro-See angehalten worden. Andere Autofahrer hatten die Polizei gerufen, weil er auffällig fuhr.

Auch auf dem Wasser lief es für den DRV nicht nach Wunsch. Nachdem der Achter der Männer mit einem Sieg im Vorlauf souverän das Finale erreicht hatte, verpassten zwei aktuelle deutsche Europameister-Boote die Endläufe. Der Vierer ohne Steuermann mit Schlagmann Florian Eichner (Halle/Saale) und der Leichtgewichts-Doppelzweier mit Linus Lichtschlag (Berlin) und Lars Hartig (Friedrichstadt) schieden vorzeitig aus. „Ich bin hier zum ersten Mal nicht zufrieden. Wir haben zwei Boote verloren, die sich gut vorbereitet hatten und von denen ich dachte, dass sie weiter sind“, sagte Buschbacher. Nachdem der Vierer im Vorlauf wegen eines Bootsschadens chancenlos war, belegte er auch im Hoffnungslauf nur den dritten Platz hinter den USA und dem italienischen Vierer, den er bei der EM vor eineinhalb Monaten klar beherrscht hatte. Auch der Doppelzweier mit Lichtschlag und Hartig kam nach einer glanzvollen Saison nicht über Rang fünf hinaus. „Die beiden sind jung, ihnen fehlt die Erfahrung. Die lange Saison war schwierig für sie“, sagte Buschbacher.

Bei den Frauen waren die Boote des deutschen Verbandes besser. Doppelvierer und Doppelzweier erreichte das Finale durch zweite Plätze im Hoffnungslauf. Platz drei im Halbfinale reichte für Daniela Reimer/Anja Noske (Potsdam/Saarbrücken) im leichten Doppelzweier zum Finaleinzug. Damit stehen bereits sechs deutsche Boote in den WM-Endläufen, die am Freitag beginnen. dpa

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