Sport : Wohlfühlen in Europa

Schalke spielt erstmals wieder unter Stevens

Zeit fürs Einzelgespräch. Huub Stevens instruiert Jefferson Farfan. Foto: dapd
Zeit fürs Einzelgespräch. Huub Stevens instruiert Jefferson Farfan. Foto: dapdFoto: dapd

Gelsenkirchen - Nach den Turbulenzen um Ralf Rangnicks Rückzug und der Verpflichtung von Trainer Huub Stevens bleibt dem FC Schalke 04 keine Zeit zum Einhalten. „Wir wollen in Kürze erfolgreich sein“, sagte Huub Stevens vor der Europa-League-Aufgabe gegen Israels Meister Maccabi Haifa (19 Uhr, live bei Kabel 1 und Sky). Stevens, schon vor 14 Jahren bei Schalkes Sieg im Uefa-Cup Verantwortlicher auf der Bank, will schnell dafür sorgen, dass seine Profis die Wirrnisse der vergangenen Tage so verdrängen, dass das Geschehen auf dem Rasen nicht leidet: „Ich möchte gern, dass die Spieler sich wohlfühlen und wissen, wo es langgeht.“

Obwohl der Sport dafür eigentlich kaum noch Gelegenheit liefert, will Stevens dazu beitragen, dass seine Mannschaft zur Ruhe kommt: „Wir nehmen uns Zeit für Einzelgespräche.“ Stevens muss gegen Haifa ein paar personelle Probleme in den Griff bekommen: Torhüter Ralf Fährmann (Magen-Darm-Probleme), Linksverteidiger Christian Fuchs (Erkältung) und Stürmer Raùl, der über Schmerzen im Fuß klagte, gelten als Wackelkandidaten. Über Raúls Einsatz soll erst am Spieltag entschieden werden. Der Japaner Atsuto Uchida fällt wegen eines Faserrisses im rechten Oberschenkel aus.

Trotz dieser Malaisen strebt Stevens vor allen Dingen eines an: Sein Team soll den Anhängern des Pokalsiegers, der mit einem 0:0 in Cluj gegen Steaua Bukarest in die Europa League startete, Spaß bereiten: „Wir wollen einen Fußball spielen, mit dem sich die Fans identifizieren können.“ Da könnte Gruppen-Tabellenführer Maccabi Haifa, der zum Auftakt 1:0 gegen AEK Larnaca gewann, zur rechten Zeit in der Schalker Arena antreten.

Gegen einen Schalker Durchmarsch wie 1997, als Schalke mit Stevens gegen Inter Mailand den Uefa-Cup gewann, hätte der Niederländer nichts einzuwenden. „Ich werde sicherlich keinen aufhalten, wenn es wieder so käme“, sagte er. Allerdings sei es „ein langer Weg“ bis zu diesem Ziel. dpa

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