Zeit der Umgewöhnung : 1. FC Union gewinnt gegen Jena mit neuem Kapitän

Die Serie hält. Im fünften Testspiel der Vorbereitung gelang dem Fußball-Zweitligisten 1. FC Union der fünfte Sieg.

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Kopfsache. 1. FC Union siegte mit Markus Karl (r.) gegen Jena mit 4:0.
Kopfsache. 1. FC Union siegte mit Markus Karl (r.) gegen Jena mit 4:0.Foto: City-Press GbR

Jüngstes Opfer der Köpenicker am verregneten Sonnabendnachmittag war Drittligist FC Carl Zeiss Jena. Die Thüringer reisten mit einer 0:4 (0:1)-Niederlage ins Trainingslager im brandenburgischen Sommerfeld weiter. „Jeder Sieg tut dem Selbstvertrauen gut“, sagte Union-Trainer Uwe Neuhaus nach der Partie vor 3450 Zuschauern im Stadion An der Alten Försterei. Vor der Pause hatte Halil Savran (33.) getroffen. Im zweiten Abschnitt trafen Chinedu Ede (50.), Simon Terodde (85.) und Christoph Menz in der Nachspielzeit.

Neuhaus blieb seiner Maxime treu, so lange wie möglich nicht die Startelf für das erste Meisterschaftsspiel am 15. Juli beim FSV Frankfurt zeigen zu wollen . Im Tor stand nicht Marcel Höttecke, der am Donnerstag offiziell zum Stammkeeper ernannt worden war. „Ich habe trotzdem noch zwei Torhüter“, begründete Neuhaus die Entscheidung, Jan Glinker durchspielen zu lassen.

90 Minuten lang sollte dagegen auf keinen Fall Chinedu Ede mitwirken, wenngleich der Mittelfeldspieler nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Kapitän Torsten Mattuschka einer der wichtigsten Stellvertreter im kreativen Mittelfeld sein dürfte. „Ede hat in den Testpartien bisher mit die meisten Minuten gespielt“, sagte Neuhaus. „Außerdem war es für mich interessant, wie sich Christopher Quiring auf der linken Seite macht.“

Was der 20-Jährige zeigte, der sonst eigentlich eher im rechten Mittelfeld zu Hause ist, gefiel nicht nur dem Trainer sehr gut. Quiring lief wie immer stark, doch auch die Flanken mit dem schwächeren linken Bein konnten sich sehen lassen. Patrick Zoundi auf der rechten Seite fiel gegenüber Quiring fast schon ab. Insgesamt habe sich die Mannschaft schwer getan durch die Umstellung auf eine 4-4-2-Taktik mit Doppelsechs, die an diesem Tag Markus Karl und Christoph Menz bildeten. Neuhaus sagt: „Es gab Abstimmungsprobleme im Spielaufbau.“ Offensivmann Santi Kolk konnte nicht helfen. Der Niederländer stand zwar in der Aufstellung, doch wegen einer erneuten Oberschenkelblessur war er gar nicht einsatzfähig. Angreifer John Jairo Mosquera musste wegen einer Oberschenkelverletzung vorzeitig raus.

Erstmals mit der Kapitänsbinde tauchte übrigens Verteidiger Patrick Kohlmann auf. „Der Chef bleibt natürlich Torsten Mattuschka. Aber solange er verletzt ist, will ich ihn gut vertreten“, sagte der von der Mannschaft per Abstimmung gekürte neue Vizekapitän. Er wolle sich auch in die Prämiendiskussion einbringen. Kohlmann merkte sogleich an: „Ich bin für meine harten Verhandlungen bekannt.“

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