Sport : Zurück zu guten Zeiten

Die Eisbären suchen ihre Form

Claus Vetter

Berlin. Das Leben kann schon ungerecht sein. Da hat das Team von „Gute Zeiten – Schlechte Zeiten“ im November im Sportforum bei den Eisbären für ein paar Folgen gedreht, und der Manager des Klubs aus der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) war nicht da. Ausgerechnet Peter-John Lee, bekennender Fan der Vorabend-Soap. Verhindert war er. Ja, der Beruf. „Sehr schade“ sei es, dass er und seine Lieblingssendung nicht zusammengekommen sind, findet er. Immerhin, nun kann sich Lee kommende Woche im Fernsehen anschauen, wie sich seine Spieler Florian Keller, Alexander Barta und Sven Felski als Laiendarsteller bei ihren Kurzauftritten in der Serie machen.

Bei den Eisbären spielen Barta und Felski derzeit Hauptrollen. Angesichts der personellen Misere – Keller, Roberts, Draxinger und Fairchild fehlen auch heute gegen Iserlohn, wenn Mark Beaufait zu seinem Comeback kommt (19.30 Uhr, Sportforum) – sind die Einsatzzeiten bei den Berlinern momentan ungewöhnlich lang. Trainer Pierre Pagé findet das gar nicht so schlecht. „Meine Spieler müssen den Wunsch haben, viel zu spielen. Nur so können sie besser werden. Und das müssen sie: Teams wie Mannheim und Hamburg werden besser, und wir stagnieren.“

Von ihren guten Zeiten sind die Eisbären zurzeit ein Stück entfernt. Gestern büßten sie sogar die Tabellenführung an die Frankfurt Lions ein. Frankfurt gewann in Freiburg 9:2, hat allerdings auch zwei Spiele mehr bestritten. „Es ist gut, dass wir um die Tabellenführung kämpfen müssen“, sagt Pagé. „Letztes Jahr haben wir zu dieser Zeit ungefährdet auf dem ersten Platz gestanden, das war letzten Endes schlecht.“ Denn es gab in der Play-off-Serie kein Happy End für die Eisbären, der Titelfavorit schied im Halbfinale aus. Sport ist eben keine Soap.

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