Sport : Zurück zur alten Stärke Heuberger benennt Kader für Handball-Supercup

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Berlin - Man hätte eine Menge Geld darauf wetten können, dass diese Frage kommen würde, entsprechend routiniert reagierte Martin Heuberger. Ob er als Nachfolger des legendären Bundestrainers Heiner Brand besonderen Druck bei seiner Mission verspüre, den deutschen Handball wieder zurück in die Weltspitze zu führen? „Den Druck mache ich mir ja auch selbst, weil ich seit jeher ein erfolgsorientierter Mensch bin. Ich werde meinen Weg schon gehen“, sagte Heuberger. Überhaupt hinterließ der 47-Jährige gestern in Berlin einen sehr selbstbewussten Eindruck.

Am Nachmittag präsentierte Heuberger seinen Kader, der sich beim Supercup für die Europameisterschaft in Serbien (15. bis 29. Januar) einspielen soll. Das Nationen-Turnier beginnt am 3. November in Berlin, ehe es nach Hannover und schließlich nach Halle/Westfalen weiterzieht. An drei Tagen bekommt es die deutsche Auswahl mit den internationalen Spitzenteams Dänemark, Schweden und Spanien zu tun. „So ein Einstieg ist sicherlich nicht der Wunsch eines Bundestrainers“, sagte Heuberger. Andererseits sei die Platzierung bei diesem Turnier eher zweitrangig. Viel wichtiger erscheint, dass die DHB-Auswahl nach dem katastrophalen Abschneiden bei der WM in Schweden 2011 (Platz elf) wieder als Einheit auftritt, als wahrhaftige Mannschaft – über Jahre die große Stärke, zuletzt allerdings eher die Ausnahme. „Wir müssen es wieder hinkriegen, dass jeder Spieler stolz darauf ist, den Adler auf der Brust zu tragen“, sagte Heuberger. „Ich weiß nicht, ob zuletzt alle alles für den Erfolg der Mannschaft getan haben.“ Trotzdem vertraut Heuberger auf bekannte Gesichter. In seinem 19-köpfigen Kader finden sich keine wirklichen Überraschungen, geschweige denn Debütanten wieder. Christoph Dach

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