Sport : Zwei Deutsche, zwei Siege?

Michel Trabant und Felix Sturm boxen in Berlin um WM-Titel

Christopher Lück

Berlin. Michel Trabant sieht es so: „Wenn ich es schaffe, bin ich ein Star. Dann geht es richtig los.“ Genau das will der 25-Jährige: dass seine Karriere richtig losgeht. Aber dafür muss er Weltmeister werden, am heutigen Abend zum Beispiel, wenn er gegen den US-Amerikaner Jose Antonio Rivera boxt (ab 23 Uhr, live im ZDF). Trabant weiß: „Es ist der wichtigste Kampf meiner Karriere.“ Und als ob das noch nicht ausreicht, um das Interesse an dieser Begegnung im Hotel Estrel im Berliner Bezirk Neukölln zu wecken, setzt Klaus-Peter Kohl noch einen drauf. Der Chef von Universum Box-Promotion betont: „Ein Kampfabend mit zwei Weltmeisterschaften in zwei Verbänden unter deutscher Beteiligung hat es lange nicht mehr gegeben.“

Im Hauptkampf zwischen Trabant und Rivera geht es um den Titel des Profi-Box-Verbandes WBA im Weltergewicht. Trabant, der als jüngster deutscher Profi mit 16 Jahren sein Debüt gab und nach 38 Boxduellen eine makellose Bilanz vorweisen kann, ist selbstbewusst: „Alles lief hervorragend. Zehn Wochen bin ich durch die Hölle gegangen.“ Den zweiten Titelkampf sollte Bert Schenk bestreiten. Der aber sagte verletzt ab. Der amtierende Mittelgewichts-Weltmeister des Verbandes WBO, der Argentinier Hector Velazco, akzeptierte daraufhin Felix Sturm als neuen Herausforderer. Der 24-jährige Sturm ist über die plötzliche Titelchance begeistert: „Ein Traum.“

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