Zweite Liga : 1860 schlägt Fürth, auch Aue gewinnt

Zwei Tage nach dem Aus von Ricardo Moniz hat Markus von Ahlen einen perfekten Einstand als neuer Cheftrainer des TSV 1860 München gefeiert.

Die erstarkten „Löwen“ schlugen die SpVgg Greuther Fürth am Freitag im Bayern-Derby verdient mit 2:0 (1:0) und fuhren ihren zweiten Saisonsieg in der 2. Fußball-Bundesliga ein. Nach vier Niederlagen aus den jüngsten fünf Partien machte Eintracht Braunschweig dank eines 2:1 (1:0)-Erfolgs gegen den SV Sandhausen ebenfalls einen kleinen Schritt nach vorn. Erzgebirge Aue bejubelte durch das 1:0 (0:0) gegen den VfR Aalen seine Punkte fünf bis sieben.

Bereits in der vergangenen Spielzeit hatten die „Löwen“ zweimal gegen die Franken gewonnen, jetzt sicherten Rubin Okotie (6. Minute) und und Ilie Sanchez mit einem feinen Schlenzer aus 25 Metern (74.) drei Punkte. Vor allem im ersten Abschnitt wirkten die Sechziger nach all ihren desaströsen Vorstellungen in jüngster Zeit wie ausgewechselt.

Mit Pressing und schnellen Vorstößen stellten sie die Fürther nur zwei Tage nach dem Aus ihres geschassten Trainers Moniz vor viele Probleme, auf die die Gäste zunächst keine Antwort hatten. Erst kurz vor der Pause kamen die Franken besser ins Spiel. Marco Stiepermann (43.) und Thomas Pledl (56.) vergaben vielversprechende Ausgleichsmöglichkeiten, ehe die Münchner das Spiel entschieden. „Wir hoffen, dass das heute ein Anfang war. Viele Neuzugänge haben endlich mal gezeigt, welches Potenzial sie haben“, sagte der bisherige Co-Trainer und kurzfristig beförderte von Ahlen, der von Sportchef Gerhard Poschner eine Quasi-Jobgarantie für das nächste Spiel am Freitag in Aalen erhielt. Er gehe davon aus, dass von Ahlen auch dann wieder als Chef auf der Bank sitzen werde, bemerkte Poschner.

Die Bundesliga-Absteiger aus Braunschweig taten sich in einem zähen Duell mit Sandhausen wie schon zuletzt in der ersten halben Stunde schwer. Die Halbzeitführung durch Benjamin Kessel (38.) war angesichts der besseren Chancen dennoch verdient für die Niedersachsen. Noch vor der Pause hätten Havard Nielsen (43.) und Mushaga Bakenga (44.) erhöhen können, nach 54 Minuten nutzte Bakenga dann seine zweite Großchance zum zweiten Braunschweiger Tor. Per Handelfmeter gelang Andrew Wooten spät noch der Anschluss (90.+2), dennoch sprach Eintracht-Coach Torsten Lieberknecht von einem „hochverdienten Sieg“. (dpa)

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