Zweite Liga : KSC Sieger im Fernduell gegen Rostock

Der Karlsruher SC hat die Tabellenführung in der zweiten Fußball-Bundesliga ausgebaut. Tief in der Krise dagegen: der 1. FC Köln.

Karlsruhe/Rostock - Der KSC kam am Freitagabend zu einem 3:0 (1:0)-Heimsieg gegen den SC Paderborn 07. Der bislang punktgleiche Verfolger FC Hansa Rostock musste sich gegen den Aufsteiger FC Carl Zeiss Jena mit einem 1:1 (0:0) begnügen, bleibt damit aber ebenso wie der KSC weiterhin ungeschlagen. Für eine große Überraschung sorgte die TuS Koblenz, die den 1. FC Köln zu Hause durch einen 3:1 (0:0)-Erfolg noch tiefer in die Krise schoss. Zu Heimsiegen kamen auch der SC Freiburg mit 1:0 (0:0) gegen Eintracht Braunschweig und der TSV 1860 München durch ein 2:0 (0:0) über den SC Rot-Weiss Essen. Einen wichtigen 2:0 (0:0)-Auswärtssieg feierte Wacker Burghausen im oberbayerischen Derby bei der SpVgg Unterhaching.

Vor rund 17.000 Zuschauern im Wildparkstadion unterstrich der KSC von Beginn an seine Favoritenrolle und setzte den Gast unter Druck. Für die verdiente Führung sorgte mit etwas Glück schließlich Giovanni Federico mit seinem 6. Saisontreffer (16.). Nach dem Seitenwechsel legte Federico nach (59.), ehe Edmond Kapllani den Schlusspunkt setzte (89.).

Das Ostderby gegen Aufsteiger Jena wurde für Hansa vor etwa 20.000 Zuschauern im heimischen Ostseestadion ein schweres Stück Arbeit. Gegen den defensiv ausgerichteten Gast, tat sich Rostock lange Zeit sehr schwer. Jenas Holger Hasse nutzte gar einen indirekten Freistoß, um die Gäste in Führung zu bringen (68.). Erst jetzt wachte Hansa auf und kam durch René Rydlewicz nur noch zum Ausgleich (73.).

"Geißböcke" auf Talfahrt

Die Talfahrt der "Geißböcke" hält an. Vor 15.000 Zuschauern im ausverkauften Stadion Oberwerth wurde Köln seiner Favoritenrolle nie gerecht. Die mehr als gleichwertigen Gastgeber gingen nach dem Seitenwechsel mehr als verdient durch Goran Sukalo (57.) und Rüdiger Ziehl (69.) mit 2:0 in Führung. In der Folge vergab Thomas Broich die Chance zum Anschlusstreffer, als er mit einem Foulelfmeter an Schlussmann Michael Gurski (77.), ehe Matthias Scherz verkürzen konnte (83.). Kurz darauf stellte Anel Dzaka den alten Abstand wieder her (86.).

Zu einem Zittersieg kam der SC Freiburg, der damit zum dritte Mal in Folge gewann. Vor rund 11.000 Stadion im Badenova-Stadion waren die Breisgauer der Eintracht zwar überlegen, doch die wenigen Chancen konnten nicht genutzt werden. Erst Youssef Mohamad brach den Bann und avancierte nach der Pause zur spielentscheidenden Figur. Zunächst erzielte der libanesische Abwehrspieler die verdiente Führung (61.), dann sah er die Gelb-Rote Karte (67.) und brachte den Sport-Club damit in Unterzahl nochmals in Bedrängnis.

"Löwen" beenden Negativ-Serie

Vor gut 25.000 Zuschauern in der heimischen Allianz Arena zeigten sich die "Löwen" gegen Essen bemüht, fanden gegen den defensiv agierenden Aufsteiger lange Zeit aber nicht die geeigneten Mittel. Erst nach dem Seitenwechsel sorgte Nemanja Vucicevic mit einer Einzelaktion für die Führung. In der 50. Minute schloss er ein Solo erfolgreich ab. Antonio di Salvo (61.) beseitigte letzte Zweifel am ersten "Löwen"-Sieg nach drei Niederlagen in Serie.

In der Nachbarschaft im Münchner Vorort Unterhaching war von Derbystimmung nichts zu spüren. Vor nicht einmal 3000 Zuschauern im Generali-Sportpark geriet das oberbayerische Duell zwischen den Hachingern und Burghausen zum Langweiler. Dem Tabellenstand entsprechend traten beide Teams harmlos und verunsichert auf, wobei Burghausen noch etwas mehr tat und deshalb fast logisch durch Marek Krejci in Führung ging (58.). In der Nachspielzeit legte John Jairo Mosquera nach. (tso/ddp)

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