Zweitliga-Relegation : Osnabrück holt 1:1 in Dresden

Vorteil VfL Osnabrück: Der Fußball-Zweitligist schaffte in der Relegation beim Drittligisten Dynamo Dresden ein wichtiges Remis. Für die Sachsen geht es im Rückspiel am Dienstag um mehr als nur um den Aufstieg.

Dresdens Cristian Fiel (l) im Kopfballduell mit Osnabrücks Niels Hansen.
Dresdens Cristian Fiel (l) im Kopfballduell mit Osnabrücks Niels Hansen.Foto: dpa

Der VfL Osnabrück kann auf den Verbleib in der 2. Fußball-Bundesliga hoffen. Der Zweitliga-16. erkämpfte sich am Freitag im Relegations-Hinspiel beim Drittliga-Dritten Dynamo Dresden ein 1:1 (0:0) und hat damit die besseren Karten vor dem Rückspiel am 24. Mai.
Vor 28 760 Zuschauern im ausverkauften Stadion sorgte der Dresdner Robert Koch (75.) mit seinem Treffer für den verdienten Ausgleich für sein Team, nachdem sein Mannschaftskollege Lars Jungnickel mit einem Eigentor in der 66. Minute die Gäste in Führung gebracht hatte.

„Ich bin nicht zufrieden mit dem Resultat, weil wir das Spiel bestimmt haben“, ärgerte sich Dynamo-Trainer Ralf Loose. „Das Ergebnis ist für Osnabrück schmeichelhaft. Aber das 1:1 ermöglicht uns noch eine kleine Chance für das Rückspiel“ Sein VfL-Trainerkollege Heiko Flottmann gestand: „Wir haben ein Tor geschossen, deshalb ist das okay. Aber wir können besser spielen.“ Der Aufstieg wäre für Dynamo enorm wichtig. Denn den Club plagen Bürgschaftssorgen. Während der Verein für die 3. Liga über zwei Millionen Euro an den Deutschen Fußball-Bund (DFB) nachweisen muss, fordert die Deutsche Fußball-Liga (DFL) für die 2. Bundesliga lediglich 830 000 Euro. „Wenn wir so auftreten wie heute und wenn wir die Chance vorne reinmachen, gehen wir als Sieger vom Platz.

Deswegen brauchen wir keine Angst vor Dienstag zu haben“, sagte Torschütze Koch mit Blick auf das Rückspiel.

Die Aufstiegschance hatte die Dresdner elektrisiert. Binnen sechs Minuten waren die 10 000 frei verkäuflichen Karten vergriffen. Am Spieltag herrschte in der Stadt eine Atmosphäre wie zur Fußball-WM 2006 mit Public Viewing.

In der ausverkauften Arena verbreiteten die Fans von Beginn an eine prächtige Stimmung. Doch der Funke sprang nicht auf die beiden Teams über. Auf dem Spielfeld dominierten Vorsicht und Nervosität.

Weder die Gastgeber noch die Niedersachsen kamen gefährlich in die Nähe der gegnerischen Tore. Der Drittligist versuchte sich daher immer wieder in Distanzschüssen. Mit zunehmender Spieldauer bestimmten die Dresdner die Begegnung. Osnabrück glänzte derweil mit sicherer Defensive.

In der zweiten Halbzeit wurde Partie lebhafter, weil auch Osnabrück mehr für die Offensive tat. Doch das 0:1 fiel aus Dynamo-Sicht unglücklich: Eine Ecke von Schnetzler prallte Jungnickel an die Schienbeine und ins leere Tor. Doch mit Moral schaffte der Drittligist noch den Ausgleich. (dpa)

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